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Missbrauchsprozess in Köln Woelkis früherer Kirchenrichter sagt aus

Der angeklagte katholische Priester hält sich im Gerichtssaal eine Mappe vor das Gesicht.

Einem katholischen Priester wird vor dem Kölner Landgericht der Prozess gemacht. Das Foto zeigt ihn beim Prozessauftakt am 23. November 2021. 

In Köln steht ein Priester wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. Nun sagt ein ehemaliger Funktionär des Erzbistums als Zeuge aus.

Der frühere Kirchenrichter des Erzbistums Köln, Günter Assenmacher, sagt am Donnerstag (13. Januar 2022) als Zeuge in einem Missbrauchsprozess aus. Dabei könnte es auch um die Frage gehen: Hätte die Kirche das verhindern können?

Angeklagt vor dem Landgericht Köln ist ein katholischer Priester, der in den 1990er Jahren in Gummersbach seine drei Nichten im Kindesalter missbraucht haben soll. Außerdem soll der Geistliche im Jahr 2011 in Wuppertal eine Elfjährige missbraucht haben, als sie mit einer Freundin bei ihm zu Besuch war. Während des Prozesses haben sich weitere Verdachtsfälle ergeben.

Prozess in Köln: Priester in 2010 schon einmal angezeigt worden

Der angeklagte Priester war im Jahr 2010 schon einmal angezeigt worden, doch nach einiger Zeit wurde die Anzeige zurückgezogen. Das zuständige Erzbistum Köln unter Leitung von Kardinal Joachim Meisner übernahm daraufhin die Hälfte seiner Anwaltskosten und setzte den Priester erneut ein. Er hatte auch wieder mit Kindern zu tun.

Assenmacher war seit 1995 als Offizial des Erzbistums Köln für kirchengerichtliche Angelegenheiten zuständig. Im vergangenen Jahr wurden ihm in einem unabhängigen Gutachten Pflichtverletzungen bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen vorgeworfen. Daraufhin entband ihn Kardinal Rainer Maria Woelki zunächst von seinen Dienstpflichten, später schied er aus dem Amt. (dpa)

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