Liegezeit abgelaufen Was wird nur aus Trudes Grab?

Eingeschworene Trude-Herr-Fans (v.l.): Iris Ackermann, Hermann Friedsam, Hilde Schmitz, Wolfgang Ackermann, Helga Baumgärtel und Ralph Hubertus Borgartz am Grab der Familie auf dem Nordfriedhof.

Eingeschworene Trude-Herr-Fans (v.l.): Iris Ackermann, Hermann Friedsam, Hilde Schmitz, Wolfgang Ackermann, Helga Baumgärtel und Ralph Hubertus Borgartz am Grab der Familie auf dem Nordfriedhof.

Köln  – Nordfriedhof, Flur 27: Hier liegt die große Trude Herr ( 64) begraben. Die Frage ist: Wie lange noch? Denn 20 Jahre nach ihrem Tod ist die Nutzungsfrist im Sommer abgelaufen. Und wenn sich niemand findet, der das Nutzungsrecht des Grabes übernimmt, müsste es eingeebnet werden.

Trudes Schwester Agy Hartfeld kann sich nicht mehr darum kümmern – sie ist 90 Jahre alt. Nichte Gigi Herr ist mittlerweile 68 und hat es nicht so mit Friedhöfen: „Auch wenn dort zusammen mit der Trude meine Urgroßeltern und meine Großeltern liegen – ich selber möchte anonym beerdigt werden. Und einen Grabstein hat man im Kopf oder im Herzen.“

Zunächst springt jetzt Hilde Schmitz vom Trude-Herr-Fanclub in die Bresche. „Ich werde das Nutzungsrecht übernehmen, aber zunächst nur für ein oder zwei Jahre.“ Denn die Gebühren für die Nutzungsrechte für 25 Jahre kosten zwischen 1300 und 1700 Euro. „Ich finde aber, dass die Stadt sich um das Grab kümmern soll!“

Das ist nicht so ganz einfach. „Jemand muss die Nutzungsrechte übernehmen und dann kann ein Antrag auf ein Ehrengrab gestellt werden, dem der Hauptausschuss zustimmen muss, aber da sehe ich kein Problem“, so Reinhard Muck vom Grünflächenamt. „Die Stadt würde dann die Pflege übernehmen.“

Das reicht Hilde Schmitz nicht: „Die Pflege ist doch das Geringste, das machen wir schon viele Jahre. Ich finde, die Stadt muss auch auf die Gebühren verzichten – nach allem, was Trude ihr bedeutet!“

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