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Hast du es gesehen?„Letzte Generation“ stürmt Gamescom in Köln, aber niemanden interessiert es

Ein Aktivist der Letzten Generation läuft bei der Gamescom in Köln.

Der Moment, als es passiert: Kurz vor der Siegerehrung des Turniers läuft einer der Aktivisten (l.) auf die Bühne. Die Moderatoren Melek „M3lly“ Balgün und Daniel Falcone bleiben unbeeindruckt.

Die „Letzte Generation“ hat auch die Gamescom in Köln für Aktionen genutzt. Als Angriff auf die Streaming-Branche will man das aber nicht verstanden wissen.

von Thomas Werner (tw)

Da hatte sich die „Letzte Generation“ wohl etwas mehr Resonanz erhofft! Am Sonntagabend (27. August 2023), dem letzten Tag der welteit größten Spielemesse in Köln, stürmten ein Aktivist und eine Aktivist bei einem Zocker-Turnier kurz vor der Siegerehrung die Bühne, wurden aber kaum beachtet!

Das Finale des E-Sports-Turniers „Brawl Stars Snapdragon Pro Series“ ist gerade beendet, als der Mann und die Frau auf die Bühne laufen und orangenes Farbpulver in der Luft verteilen.

Protest der „Letzten Generation“ bei Gamescom in Köln verläuft komplett im Sand

Aber: Weder die Teilnehmenden Teams des Turniers noch die Kölner Moderatorin Melek „M3lly“ Balgün und der Moderator Daniel Falcone lassen sich von der Aktion beeindrucken, ignorieren die Störversuche auf der Bühne in Köln fast komplett. Nach wenigen Augenblicken greift die Security ein.

Laut einer Pressemitteilung der Organisation wollte man mit der Aktion „auf das kriminelle Handeln der Deutschen Regierung“ aufmerksam machen. „Die Regierung, die eigentlich ein Klimaschutzgesetz hat, an das sie sich halten müsste, setzt sich einfach darüber hinweg und schiebt diesen Leuten sogar noch Milliarden an Steuergeldern zu“, so einer der Beteiligten.

Hier das Video der Aktion der „Letzten Generation“ ansehen:

Die beiden Personen hatten auf der Bühne weiße T-Shirts getragen, auf denen der Satz „Stoppt den fossilen Wahnsinn“ zu lesen war. Eine Wortwahl, die die „Letzte Generation“ schon bei vielen Events so oder ähnlich an den Tag gelegt hat.

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Die Kritik der Aktivisten-Gruppe richtet sich dabei nach eigener Aussage nicht gegen die Menschen, die Videospiele spielen oder streamen. „Wir kritisieren ja beispielsweise auch keine Menschen, die Auto fahren für ihre individuellen Entscheidungen“, erklärt Torben Ritzinger, Sprecher der Organisation, gegenüber dem Portal t-online.

„Letzte Generation“: Viele Proteste, ein klar definiertes Ziel

Und das, obwohl die weltweite Internetznutzung laut Studien etwa vier Prozent der weltweiten Emissionen ausmacht – der Flugverkehr etwa nur drei. Dazu kommt der hohe Stromverbrauch. Dennoch steht, wie bei fast allen Aktionen der „Letzten Generation“, die Regierung im Fokus der Kritik.

Die „Letzte Generation“ will neben einem generellen Umdenken auf politischer Ebene vor allem die Einführung eines Gesellschaftsrats durchdrücken, in dem über das klimapolitische Vorgehen in Deutschland gesprochen und abgestimmt wird.