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Kotfund Neues Tier identifiziert: Wird ein Kölner Wald zum Wolfsgebiet?

Wolf in Köln

Wieder ist ein Wolf an der Kölner Stadtgrenze nachgewiesen worden. Unser Symbolfoto zeigt einen Wolf im Freigehege eines Wildparks in Hessen.

Köln – Der Wolf macht wieder von sich reden: Schauplatz für den jüngsten Wolfsnachweis ist dabei der Königsforst zwischen Köln und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Erstmals wurde das Tier jetzt auch auf dem Stadtgebiet von Bergisch Gladbach nachgewiesen.

  • Wolf streift durch Königsforst
  • Kotfund eines Wolfes an Kölner Stadtgrenze
  • Königsforst in Köln nun Wolfsgebiet?

Ein Kotfund hat die Existenz von „Isegrim“ (so heißt der Wolf in den Fabeln) jetzt auch in Bergisch Gladbach an der Kölner Stadtgrenze nachgewiesen. Das hat das NRW-Umweltministerium am Sonntagabend, 13. Juni, bestätigt. Demnach wurde die Hinterlassenschaft des Tieres am 29. April 2021 gefunden und nach einer Analyse eindeutig einem Wolf zugeordnet.

Köln: Wolf streift durch Königsforst

Der Wolf vom Königsforst? Wir erinnern uns: Eine Wildtierkamera hatte 2019 einen Wolf auf der Wildtierbrücke zwischen Köln-Rath und Rösrath über die A 3 fotografiert.

Unweit davon hatte 2016 war ein Wolf bei Rösrath durch die Wälder gestreift und hatte dabei zwei Tiere gerissen.

Wolf Rehinergie

Im Mai 2021 wurde ein Wolf von einer Überwachungskamera der Rheinenergie in Köln gefilmt.

Ob es sich beim jetzt nachgewiesenen Wolf um ein und dasselbe Tier handelt, ist laut Wolfsberater Jörg Ziegler im EXPRESS-Gespräch aber nicht klar. „Zu dieser Jahreszeit beobachten wir immer wieder durchziehende Wölfe. Ein eindeutiger Nachweis, dass sich ein Wolf dauerhaft bei uns niederlässt, ist sehr aufwendig.“

Köln: Wolfsberater mahnt zur Ruhe

Um einen Wolf zu individualisieren, müssten über sechs Monate hinweg Spuren des Tiers (Kot oder gerissene Tiere) nachgewiesen werden. Deshalb ist auch nicht sicher, um es sich um ein und denselben Wolf handelt, der im Mai in Köln gesichtet wurde.

Ziegler verweist auf das Gesetz der Natur: „Manchmal können wir nicht alle Wege der Tiere nachvollziehen. Es kann sein, dass ein Wolf wartet, um vielleicht doch noch einen Partner an der Stelle zu finden. Er kann aber auch weiterziehen.“

Sicherlich sollten sich Landwirte und Tierhalter vor eventuellen Wolfsbesuchen schützen, es bestehe aber kein Grund zur Panik. „Das Landesamt fördert zum Beispiel Zaunprojekte, wo andere Tiere sicher sind.“ Weitere Informationen gibt es hier.