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Name sorgte für Schlagzeilen Kölns berühmtestes i-Dötzchen: Der dramatische Weg ihrer Familie

Angela aus Köln strahlt mit ihrer Schultüte in die Kamera. Sie wurde von ihren Eltern nach Angela Merkel benannt.

Die sechsjährige Schülerin Angela aus Köln freut sich nach ihrer Einschulung auf ihr erstes Schuljahr.

Die sechsjährige Schülerin Angela aus Köln hat zu ihrer Einschulung Schlagzeilen gemacht. Für ihre Eltern ist das neue Kapitel auch ein Anlass, zurückzublicken.

Ihr Lächeln hat Köln begeistert. Seit EXPRESS.de und andere Medien am Freitag (12. August) über den Schulstart von Angela aus Köln berichtet haben, ist die Sechsjährige das wohl bekannteste i-Dötzchen der Stadt.

Angela, deren Eltern im Jahr 2015 aus Syrien nach Deutschland flüchteten, ist wie viele andere Kinder ihres Jahrgangs nach Angela Merkel (68) benannt und hat zu ihrer Einschulung persönliche Post von der Ex-Bundeskanzlerin bekommen.

Angela aus Köln: Sechsjährige wurde nach Ex-Kanzlerin Merkel benannt

Für Angelas Mutter Medea und ihren Vater Ezzat ist die Einschulung ihrer Tochter auch ein Anlass, zurückzublicken. Auf die dramatischen Wochen und Monate im Jahr 2015: Medea war im siebten Monat schwanger, als es mit einem völlig überfüllten Boot übers Mittelmeer ging und dann mehrere Wochen lang über die Balkanroute nach Österreich und Deutschland.

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In Köln fand die Familie zunächst ein Aufnahmelager im Stadtteil Rondorf und wurde dort von Ehrenamtlichen der katholischen Kirchengemeinde betreut. Im Dezember, zwei Tage vor Weihnachten, kam die kleine Angela dann zur Welt – eine emotionale Achterbahnfahrt!

Die Familie stammt ursprünglich aus der Stadt Hasaka im Nordosten von Syrien, wo bis heute schwere Kämpfe toben. Die Stadt erlangte im Januar 2022 Berühmtheit, als IS-Kämpfer ein dortiges Gefängnis für Terroristen stürmten und 5000 ihrer „Brüder“ befreien wollten. Hunderte Menschen starben, die Aktion gilt als eindringliche Warnung an die Weltgemeinschaft, den IS nicht zu unterschätzen.

Kölner Süden: Angelas Familie hat Frieden gefunden

Im Kölner Süden haben Medea, Ezzat und Angela Frieden gefunden. Aus Dankbarkeit für Angela Merkel gaben die Eltern ihrer Tochter den Vornamen. „Ihr Satz ‚Wir schaffen das‘ hat auch uns viel Mut gemacht“, erzählt Ezzat noch heute.

Die Kölner Schülerin Angela zeigt das Foto ihrer prominenten Namensgeberin Angela Merkel.

Überglücklich: Die Kölner Schülerin Angela mit dem Foto ihrer prominenten Namensgeberin Angela Merkel.

Er selbst gilt bei Bekannten als handwerklich sehr begabt, zuverlässig und hilfsbereit. In Syrien arbeitete er als Schweißer, jetzt ist er als Lagerist bei einer großen Handelskette angestellt. Medea ist gelernte Archäologin, bleibt für Angela aber aktuell zu Hause.

Angela aus Köln: Die Wünsche eines Kindes, das nur den Frieden kennt

Jetzt ist der nächste Schritt im Leben der Familie getan: Angela geht zur Schule. Sie liebt malen und turnen, will später Polizistin werden. Ihren ersten Schultag fand sie „toll“, wie sie sagt.

Zunächst aber wünscht sie sich endlich ein eigenes Bett, einen kleinen Schreibtisch für ihre Schularbeiten und ein Tablet, um auch digital am Unterricht teilnehmen zu können. Es sind die Wünsche eines Kindes, das (glücklicherweise) nur Frieden kennt. Und das Krieg, anders als seine Eltern, hoffentlich niemals am eigenen Leib spüren wird.

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