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Rettungsaktion400 Hunde leben auf Müllkippe – Kölner „Busenfreundin“ sagt, warum alle helfen sollten

Eine Rettungsmission soll Straßenhunden in Griechenland helfen und sie schützen. Wer mag, kann die Aktion unterstützen.

von Adnan Akyüz (aa)

Es sind grauenhafte Bilder aus der griechischen Gemeinde Xanthi, die auch die Menschen in Deutschland nicht kaltlassen. Auf einer Müllkippe leben 400 Hunde. Jetzt gibt es eine Rettungsaktion mit prominenter Unterstützung aus Köln.

Die Rettungsmission „Müllhalde“ ist seit Donnerstag (13. Juni 2024) gestartet. Das Ziel: Rund 400 Straßenhunde von einer Mülldeponie in der nordgriechischen Gemeinde Xanthi mit nahrhaftem Futter zu versorgen, sie tierärztlich behandeln und kastrieren zu lassen.

Rettungsaktion für 400 Hunde, die auf einer Müllkippe leben

Dazu ruft „Veto“, die Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen, jetzt auf. Unterstützt wird die Rettungsaktion von der Kölner TV-Autorin und Podcasterin („Busenfreundin“), Ricarda Hofmann (36). Warum sie die Aktion unterstützt, erklärt sie gegenüber EXPRESS.de so: „Die Veto-Rettungsaktion der Hunde aus Xanthi liegt mir persönlich am Herzen, weil ich selber einen Hund aus der Tierrettung habe. Außerdem ist es mir sehr wichtig, sich für die Lebewesen einzusetzen, die keine Stimme haben.“

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Auf der Deponie leben Schätzungen zufolge aktuell rund 400 Straßenhunde. Die Tiere erleiden schwere, teils tödliche Verletzungen bei Unfällen mit Fahrzeugen und Maschinen der Deponieanlage. Außerdem berichten Tierschützerinnen und Tierschützer von stark unterernährten Hunden, die Mangelerscheinungen, Parasitenbefall und Infektionskrankheiten aufweisen. Hinzu kommen Vergiftungssymptome, denn das Wasser auf der Müllhalde ist verunreinigt und die verfügbare Nahrung besteht ausschließlich aus Abfall.

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Ein weiteres Problem ist, dass sich die Hunde untereinander unkontrolliert vermehren, da die meisten Tiere nicht kastriert sind. Laut einer Tierschützerin vor Ort liegt die Sterblichkeitsrate der Welpen bei 90 Prozent. Veto war dem Hilferuf des Tierschutzverein SOS-Dogs e. V. gefolgt und im April dieses Jahres nach Griechenland gereist, um sich ein Bild von der prekären Lage zu machen.

„Der Besuch in Xanthi war auch für uns eine Extremsituation. Dort wird man ungefiltert mit all den Gefahren konfrontiert, denen Straßentiere in Europa ausgesetzt sind“, sagt Janin Hammerschmidt von Veto. „Um diesem Leid ein Ende setzen zu können, sind wir alle gefragt“, sagt sie.

Straßenhunde suchen Futter in einer Mülldeponie.

Straßenhunde auf einer Mülldeponie in Xanthi, Griechenland. Der Verein Veto hat sich im April dort die Situation angesehen und organisiert eine Rettungsaktion. 

Mit der Rettungsmission „Müllhalde“ soll durch Futterspenden die Versorgung der Tiere gesichert werden. Zusätzlich sollen Geldspenden tierärztliche Behandlungen und Kastrationen ermöglichen, um die exponentielle Vermehrung der Straßenhunde in Xanthi zu stoppen und so zukünftiges Leid zu vermeiden.

Ziel der Kampagne sei es, die Versorgung der schätzungsweise 400 Hunde für mindestens ein Jahr lang zu gewährleisten und die Kastrationen nebst medizinischer Grundbehandlung zu finanzieren.

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„Die Versorgung mit Futter ist die Grundlage für effektive Tierschutzarbeit. Um dem Leid der Hunde und Katzen auf Europas Straßen aber langfristig entgegenzuwirken, brauchen wir flächendeckende Kastrationen. Nur so können wir diesen Kreislauf durchbrechen. Das zeigt das Beispiel Xanthi deutlich“, sagt Marco van Dré, Geschäftsführer von Veto.

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Wer mag, kann die Rettungsmission auf der Internetseite von Veto unterstützen. Dabei können alle selbst entscheiden, ob sie Futter oder finanzielle Unterstützung für Kastrationen spenden möchten – dies ist in der Wunschliste der Kampagne frei wählbar.

Die Kosten für eine Monatsration Hundefutter belaufen sich laut des Vereins auf 47 Euro, eine Wochenration Welpenfutter kostet 15 Euro und die Kastration eines Hundes inklusive Wurmkur, Bluttests und Mikrochip kann mit 210 Euro ermöglicht werden.