Tradition seit 155 JahrenKölner Unternehmer Philipp M. Laufenberg (†84) ist tot – bekannt durch Erfolgsfirma

Philipp M. Laufenberg und Ludwig Sebus stehen nebeneinander und halten eine Likörflasche in die Kamera.

Einer der letzten größeren öffentlichen Auftritte: Im August 2023 überreichte Philipp M. Laufenberg (l.) Geburtstagskind Ludwig Sebus den Kaffeelikör „Kölsche Jung“.

Philipp M. Laufenberg ist verstorben. Der Unternehmer führte die gleichnamige Likörfabrik in vierter Generation.

von Thomas Werner (tw)

Große Trauer in einer bekannten Kölner Unternehmer-Familie: Philipp M. Laufenberg, Chef der gleichnamigen Likorfabrik in Köln, ist tot.

Wie jetzt bekannt wurde, starb Laufenberg bereits am 24. März 2024 im Alter von 84 Jahren. Wenige Wochen zuvor hatte er im Rahmen der Familie Schaltjahr-Geburtstag gefeiert – Laufenberg ist am 29. Februar 1940 geboren.

Philipp M. Laufenberg ist tot – Unternehmer in vierter Generation

Bis zuletzt stand Laufenberg an der Spitze eines echten Traditionsunternehmens. Seit 150 Jahren besteht die Likörfabrik Laufenberg, gegründet am 16. Oktober 1869 im damaligen Landkreis Mülheim am Rhein, der sich bis nach Wipperfürth erstreckte.

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Der Unternehmer, der die Firma – inzwischen in Köln-Holweide ansässig – in der vierten Generation führte, konnte sich dabei zuletzt bereits auf die Unterstützung seiner Töchter Petra Legierski, Susanne Weiß und Dorothee Laufenberg verlassen. Sie wollen das Unternehmen in die Zukunft führen.

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Einen seiner letzten größeren Auftritte in der Öffentlichkeit hatte Philipp M. Laufenberg im August 2023: Zu Ehren von Ludwig Sebus wurde an dessen 98. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk vorgestellt – ein eigener Likör.

Letzter größerer Auftritt im August 2023 bei Ludwig Sebus

„Wir haben für das Geburtstagskind einen edlen Kaffee-Likör mit feinstem Arabica-Kaffee aus der Kölner Kaffeemanufaktur von Georg Hempsch kreiert und mit Kräuterextrakten verfeinert“, erklärte Laufenberg damals bei der Vorstellung von „Kölsche Jung“ (so heißt der Likör) in der Kölner Kaffeemanufaktur auf der Dürener Straße.

Mit Sätzen der Trauer meldete sich am Dienstag (2. April) auch das Kölner Stadtdekanat zu Wort. „Das Stadtdekanat Köln trauert um Philipp M. Laufenberg und ist in Gedanken und im Gebet bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, heißt es. Laufenberg hatte sich gemeinsam mit Ehefrau Cornelia auch immer wieder bei kirchlichen Themen eingebracht und aktiv mitgeholfen.

Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine erinnert sich: „Die Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem wurden 1975 in Paris gegründet. Im April 2009 sind sie auf Ruf des damaligen Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, als erste Niederlassung in Deutschland nach Köln gekommen. Seitdem leben sie an und beten in der Kirche Groß Sankt Martin mitten in der Altstadt. Ich durfte als damaliger Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat die Neugründung koordinieren. Philipp M. Laufenberg hat die Gründung der neuen Niederlassung zusammen mit seiner Ehefrau Cornelia tatkräftig und mit großem Engagement begleitet und war dem Schwesternkonvent bis zuletzt herzlich verbunden.“

Ein echtes Herzensanliegen war Laufenberg jahrzehntelang der früher auch Schweigegang genannte „Bußgang der Kölner Männer“ zur Schmerzhaften Muttergottes nach Kalk und zum Kölner Dom. Er gehörte zum Vorbereitungsteam, stellte wichtige Kontakte her und packte mit an.

„Mit Philipp Laufenberg verliert die katholische Kirche in Köln einen streitbaren, engagierten Menschen, der selbstbewusst und tiefgläubig die frohe Botschaft, auf die Straße‘ brachte und in Wort und Tat ein glaubwürdiger Zeuge für das Evangelium war“, sagt Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. „Möge er nun in der Liebe und im Frieden Gottes ruhen.“