Unfassbare Masche bei Huren Das Geständnis der Kölner „Sex-Heiligen“

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Aufreizend traten die Opfer in Clubs auf.

Düsseldorf/Köln – Mit einer Entschuldigung bei seinen Opfern begann der Kölner Huren-Guru Mohamed A. (30) sein Geständnis. Über seine Anwälte ließ er erklären, dass er sich schämt für das, was man den Mädchen angetan habe. „Ich bin über mich selbst entsetzt. So geht man mit Menschen nicht um.“

Zusammen mit seinem Kumpel Dennis B. (26) schickte er Frauen auf den Strich. Die hatten sich zunächst in Dennis verliebt. Zuerst liebevoll und bemüht, sprach er schnell von Schulden, forderte die Frauen auf, teure Kredite aufzunehmen.

Mit miesen Tricks in die Abhängigkeit gezwungen

Bald schon schafften sie die Raten nicht mehr. Den Jungs fiel dazu natürlich eine Lösung ein. Ihre Opfer sollten auf den Strich gehen.

Wenn sie sich sträubten, gab’s Prügel. Der Vorwurf: Menschenhandel, Geiselnahme und Vergewaltigung.

Bald fiel Mohamed ein neuer Trick ein, wie er die Frauen gefügig machen konnte. Das mit dem „Heiligenscheiß“, wie er es selbst nennt. Die beiden Kumpel nannten sich „Die heiligen Zwei“.

Dennis B. überzeugte die Frauen davon, dass Mohamed D. außergewöhnliche Gaben und Kräfte habe. Er sei ein Guru, ein Heiliger. Und die Opfer hätten die Ehre, mit zu dieser Familie zu gehören. Sie kennzeichneten sich sogar mit einer speziellen Tätowierung.

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Die „Heiligen Zwei“ entzaubert auf der Anklagebank. Gestern gestand Mohamed A. (li.)

Einzige Bedingung: Im Puff den Dienst zu versehen. Durcharbeiten und dabei immer lächeln.

Mohamed D. arbeitete mit vielen Tricks. So stellte sich Dennis B. mal tot, stand dann aber nach Beschwörung des angeblichen Heiligen wieder auf.

Ein anderes Mal gab es Sex auf dem Friedhof. Mit Feuerwerk, das die Zeugung eines göttlichen Sohnes belegen sollte. Und eine spezielle Begrüßung:

Laut Geständnis von Mohamed A. glaubte selbst sein Kumpel immer mehr an Übersinnliches. Er habe ihm mehrfach sagen müssen, dass alles nur Show für die Frauen sei.

Fast 600.000 Euro schafften die Opfer an. Geld, das Mohamed D. verprasste. Er hatte auch Sex mit den Frauen.

„Nur auf freiwilliger Basis“, darauf bestand er am Dienstag. Der Prozess wird fortgesetzt. Dann wird auch sein Kumpel aussagen.

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