Haus am Großmarkt Obdachlose besetzten Gebäude: Jetzt ist es dahin

abrissarbeiten

Ein einziger Bagger arbeitete am Abriss des OMZ in der Marktstraße 10. Stand: 12.43 Uhr 

Köln – Es ist das wohl letzte Kapitel in einer langen Geschichte einer Hausbesetzung: Das seit März 2020 von damals 30 Obdachlosen eingenommene Haus am Großmarkt in Köln wird abgerissen. Die Arbeiten hatten bereits Ende Januar 2021 begonnen, waren dann aber unterbrochen worden. Am Dienstag (23. Februar) gingen sie nun weiter.

  • Von Obdachlosen besetztes Haus am Kölner Großmarkt wird endgültig abgerissen
  • Stadt Köln mit Angebot für Obdachlose in Köln-Deutz
  • Kölner Projekt „Obdachlose mit Zukunft“ (OMZ) in der Szene bundesweit für Erfolg gefeiert

Die Kölner Hausbesetzung an der Marktstraße 10 gilt in der Szene bundesweit einzigartig und wurde als Erfolg gefeiert.

Abriss am Großmarkt: Marktstraße 10 in Köln-Raderberg

Nachdem das Haus zunächst vorbereitend mit Wasser besprüht wurde, rückten die Bagger gegen 10.15 Uhr an, um die Fassade des Hauses einzureißen. Am späten Nachmittag stand nur noch eine Hälfte des Gebäudes.

Köln: Obdachlose hatten Haus in Marktstraße 10 besetzt 

Das Projekt „Obdachlose mit Zukunft“ (OMZ) hat sein Ziel erreicht: Nach der Hausbesetzung hatten die Obdachlosen von der Stadt Köln ein Haus zugewiesen bekommen, worin sie selbstverwaltend leben können. Der Umzug in das Gebäude an der Gummersbacher Straße in Köln-Deutz ist bereits erfolgt.

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In der Marktstraße 10 haben die Abrissarbeiten am Dienstag (23. Februar) begonnen. 

Nach dem Abriss will die GAG auf dem Grundstück Neubauwohnungen errichten lassen.

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Die Abrissarbeiten in der Marktstraße 10 sind um 12.15 Uhr in vollem Gange. 

Das Amt für Wohnungswesen hatte das Gebäude vor dem Bezug hergerichtet, wobei die Mitglieder des OMZ einige Renovierungen wie etwa Malerarbeiten selbst vorgenommen hatten. Es verfügt über Zimmer zur Einzelnutzung, Gemeinschaftsküchen und Sanitäranlagen sowie Gemeinschaftsräume und einen Außenbereich.

Mehrere Kölner, darunter Lokalpolitiker und auch Pfarrer Hans Mörtter, hatten das Projekt unterstützt und die Stadt aufgefordert, den Obdachlosen eine Alternative zu bieten, da das Gebäude am Großmarkt marode war.

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