Es klingt, wie ein viel zu hoher Preis, könnte sich aber noch als Schnäppchen herausstellen...
Im Kölner NordenVerwilderte Wiese soll mehr als eine halbe Million Euro wert sein

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Hohes Gras, wuchernde Büsche: Dieses Grundstück in Köln-Seeberg wird zwangsversteigert.
Die Fotos zeigen eine vollkommen verwilderte Wiese. Das Gras steht meterhoch, Büsche und Sträucher wuchern vor sich hin. „Naturbelassen“, würden es Immobilienmakler beim verzweifelten Versuch, es positiv auszudrücken, wohl sagen. Das Grundstück im Kölner Norden ist nun tatsächlich zu haben – und soll mehr als eine halbe Million Euro wert sein.
Mit stolzen 570.000 Euro beziffert ein Gutachter den Wert des Grundstücks im Kölner Stadtteil Seeberg, das nun zwangsversteigert wird.
Köln: Verwilderte Wiese in Seeberg soll mehr als halbe Million Euro wert sein
Es besteht aus 22 Quadratmetern Landwirtschaftsfläche und 1237 Quadratmetern Gebäude- und Freifläche. Es handelt sich um erschlossenes Bauland. Aktuell ist es den Angaben zufolge komplett unbebaut.
Im Grundbuch ist laut Gutachten zwar die Nutzungsart „Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche“ für die beiden Flurstücke angegeben, gleichzeitig wird aber auf den Flächennutzungsplan der Stadt Köln verwiesen, laut dem das Bewertungsobjekt „in einem Bereich, der als ‚Wohnbaufläche – Baufläche, die vorwiegend oder ausschließlich dem Wohnen dient‘ ausgewiesen ist“ liegt. Dem Bau eines Wohnhauses scheint also nichts im Wege zu stehen.
Hierbei muss aber beachtet werden, dass das Haus höchstens zwei Vollgeschosse haben dürfte. Außerdem darf die Bruttogeschossfläche maximal 20 Prozent der Grundstücksfläche betragen.
Zwangsversteigerung vor dem Kölner Amtsgericht
Versteigert werden soll das Grundstück am 22. April 2026 im Amtsgericht (10Uhr, Sitzungssaal 18) am Reichenspergerplatz.
Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien und Grundstücken in Deutschland ist in den vergangenen Jahren merklich gestiegen. Als Ursache dafür werden meist die Zinswende (das Ende der Niedrigzinsphase macht Anschlussfinanzierungen für viele Eigentümerinnen und Eigentümer unbezahlbar) und die Wirtschaftslage (schwache Konjunktur, Inflation und steigende Insolvenzzahlen erhöhen den Druck) genannt.
In Köln waren zu Beginn des Jahres 2026 zeitweise rund 40 Grundstücke und Immobilien zeitgleich zur Zwangsversteigerung ausgewiesen. (sku)

