Vika (28) musste flüchten, jetzt will sie helfen Ukrainerin startet ganz besondere Aktion in Köln

Die 28-jährige Ukrainerin Vika gemeinsam mit ihrem Kunstwerk am Rheinufer in Köln.

Die 28-jährige Ukrainerin Vika sammelte mit einer Kunstaktion am Rheinufer in Köln Spenden für die Ukraine.

Die 28-jährige Ukrainerin Vika musste wegen des Krieges aus ihrem Land flüchten, sie kam nach Köln. Nun möchte sie ihrem Heimatland helfen und das auf ganz besondere Art und Weise.

Eine junge Frau aus der Ukraine hat am Samstag (18. Juni) eine Spendenaktion ins Leben gerufen: Gemeinsam mit ihrem Kunstwerk „Spirit of Ukraine“ stand sie am Rheinufer am Kölner Dom und sammelte Spenden. 

Als Motiv wählte die 28-jährige Vika eine junge und starke Frau, die als Metapher für die Ukraine stehen soll. Jeder, der spenden wollte, erhielt gegen einen beliebigen Spendenbetrag einen Zettel mit einem Wort, dieses Wort durfte künstlerisch auf dem Kunstmotiv verewigt werden.

Ukrainerin zeichnet Kunstwerk – und unterstützt somit ihr Land

Gegenüber EXPRESS.de erklärte Vika, wieso sie sich für einen künstlerischen Spendenaufruf entschieden hat: „Malen ist mein Hobby, damit drücke ich meine Gefühle aus, das ist es, weswegen ich das hier tue.“ Weiter sagte sie: „Das hier ist keine politische Demonstration. Ich möchte, dass die Menschen die Wörter sehen, die für unser Land stehen.“

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Unterstützt wurde sie bei der Kunstaktion von ihrem Arbeitgeber Avenga, der neben Vika weitere 1.200 Ukrainer und Ukrainerinnen beschäftigt. Mit Avenga hilft e.V. hat das Unternehmen zudem eine eigene Hilfsorganisation für die Ukraine errichtet. 

Ganze drei Wochen und acht Stunden täglich arbeitete Vika an dem Bild, welches nun für den guten Zweck dienen sollte. Vikas Wunsch ist es, das Bild zu versteigern und den Erlös ebenfalls zu spenden.

Für Vika steht fest, dass ihre Kunstaktion nicht nur als ein weiterer Spendenaufruf für die Ukraine gesehen werden soll, sie möchte damit auch ihre Geschichte erzählen und ihre eigenen Erfahrungen preisgeben. Sie sagt: „Ich weiß, dass einige Leute mittlerweile ein bisschen gelangweilt sind über die vielen Informationen der Ukraine, aber für uns hat der Krieg noch nicht aufgehört.“

Vika konnte die Ukraine verlassen, doch ihr langjähriger Freund ist weiterhin vor Ort. Die Angst, dass er kämpfen muss, begleitet die 28-Jährige tagtäglich.

Ukraine-Krieg: Menschen müssen ihre Heimat verlassen

Die junge Ukrainerin sagt: „Die Welt ist miteinander vereint und das sollten wir nicht vergessen. Einige meiner Freunde in der Ukraine haben ihre Heimat verloren, ihre Häuser sind zerstört, viele von ihnen sind gestorben oder ihre Familien.“

Durch den Krieg verlor Vika bereits zum zweiten Mal ihre Heimat. Aufgewachsen ist sie in Donezk, einer östlichen Stadt in der Ukraine, welche sie aber 2014 verlassen musste und in den Westen ging, wo sie sich unter teils schweren Bedingungen ein Leben aufbaute. Ihre Familie wanderte nach Polen aus.

Vika erklärte, dass viele Ukrainer und Ukrainerinnen aufgrund des Krieges das Land nicht verlassen wollen, aber müssen: „Die Menschen haben kein zu Hause mehr, kein Geld mehr, weil alles geschlossen hat. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als nach Europa zu gehen“.

Sie selber hofft weiter darauf, dass der Krieg ein schnelles Ende nimmt, damit Familien und Freunde sich wieder in die Arme schließen können und die Normalität in die Ukraine zurückkehren kann. 

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