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Im Video Flammender Mutmach-Appell des Kölner Südstadtpfarrers

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Hans Mörtter mit Pia Klemp beim „Save-our-Souls”-Event in der Kölner Philharmonie im Oktober 2019.

Köln  – Seit unglaublichen 33 Jahren ist Hans Mörtter der Südstadtpfarrer. Gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, ist er unermüdlich in Sachen Miteinander und Mitmenschlichkeit unterwegs. Und genau dazu fordert er auch jeden von uns auf – mit seinem Video, das er für Sie, liebe EXPRESS-Leser, aufgenommen hat. Es geht ums Mut machen, um Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit.

Südstadtpfarrer Mörtter: Achtet auf Eure Nächsten

„Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen – aber es gibt unendlich viele Gründe, um auf seine Nächsten zu achten“,  appelliert Mörtter. Aus seinen täglichen Gesprächen mit den Menschen aus dem Veedel nimmt er vieles mit: „Die Einsamkeit wird immer krasser. Und unsere Senioren kommen damit viel besser klar als die Singles, die jetzt allein in ihren Buden hocken. Nicht die Alten sind die Schwachen, sondern die Alleinstehenden“, ist er überzeugt. 

Der Kölner Pfarrer regt an, neue Vernetzungen zu schaffen

Nicht nur deshalb will er uns alle motivieren, neue Vernetzungen zu schaffen. Nicht nur virtuell, sondern im echten Leben. „Öffnen Sie die Fenster, gehen Sie raus auf die Balkone. Halten Sie ein Schwätzchen von Fenster zu Fenster, von Balkon zu Balkon, singen Sie gemeinsam!”

Und er ist überzeugt: „Wir haben in dieser Krise jetzt auch die Chance, die Worte Nachbarschaft und Mitmenschlichkeit wieder mit neuem Leben zu füllen.“

Der Südstadtpfarrer fordert: „Hört auf mit dem blöden Hamstern“

„Jeder rennt in die Discounter und kauft dort die Regale leer.  Aber niemand bedenkt, dass es viele Menschen mit sehr geringem Einkommen gibt. Hört doch auf mit dem blöden Hamstern! Wenn die Regale in den Discountern leer sind, haben die  Ärmeren nicht die Chance, auf einen großen Supermarkt oder in den Bioladen auszuweichen. Weil sie rechnen müssen. Weil dazu das Geld nicht reicht.“

Kirchenmann fordert: Unterstützt die Obdachlosen

Er appelliert auch, nicht achtlos an Obdachlosen, die derzeit nur wenig Unterstützung finden. „Diese Menschen bekommen jetzt kaum noch Bettelgeld, beim Flaschensammeln kommt in diesen Tagen auch nicht mehr viel zusammen. Also fragen wir sie doch, woran es fehlt und packen ein bisschen Geld in einen Briefumschlag und geben den an die Obdachlosen weiter. Egal, ob sie davon Kippen oder ein Bier kaufen.“

Mörtter ist überzeugt: „In so einer Krise sind wir stärker als wir denken. Wenn wir zusammen halten. Das ist Fakt.“

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