„Hall of fame“ Nach Anschlag von Hanau: Sprayer erschaffen Kölner Mahnmal

Tatort Hanau

Ein Ort des Anschlags: Ein Polizist am 20. Februar 2020 vor der Shishabar in Hanau. 

Köln – Drei Monate nach dem ausländerfeindlichem Anschlag von Hanau (19. Februar 2020), bei dem der Täter neun Menschen erschoss, haben anonyme Sprayer in Köln ein großes Gedenkgraffiti für die Opfer geschaffen.

Das Gedenkgraffiti

Am Mauenheimer Gürtel: Das etwa zehn Meter breite Gedenkgraffiti zu Hanau.

Es befindet sich am Mauenheimer Gürtel und zeigt neben ihren Porträts die Namen der Toten. Die „Hall of fame“ ist eine legale Sprühfläche, auf der sich alle Interessierten ausprobieren können. Die Bilder sind also nicht auf Dauer angelegt.

Gedenken an Hanau: Ein Kölner Mahnmal auf Zeit

Die „Hall of Fame“ wurde im Jahr 2019 durch die MittwochsMaler und die Stadt Köln initiiert. „Auch wenn Bilder übermalt werden, steht der Respekt für vorher gemalte Graffitis an erster Stelle. Natürlich „darf“ das Bild zum Gedenken der Opfer in Hanau übermalt werden, jedoch schätzen wir von den MittwochsMalern, dass es lange stehen bleiben wird. Das ist allerdings nur eine Einschätzung", erklärt Julian Mundt vom Sozialdienst Katholischer Männer (SKM), der das Projekt betreut.

Die Künstler hätten das Werk an einem Nachmittag gesprüht, so Julian Mundt. Die Gedenkparolen an der Wand lauten: „Rassismus tötet“ und „Niemals vergessen“. (a.de)

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