Real in Köln schließt Übernahme durch Konkurrent besiegelt Schicksal von Belegschaft

Eine Frau geht mit ihrem Einkaufswagen durch einen Supermarkt. Am 04.04.2022 soll die Maskenpflicht im Supermarkt wegfallen. +++ dpa-Bildfunk +++

Der Supermarkt Real wurde an einen Konkurrenten verkauft. Das hat jetzt Auswirkungen auf die Filialen in Köln-Porz und Köln-Gremberg. Unser Symbolfoto wurde am 4. April 2022 aufgenommen und hat keinen Bezug zum aktuellen Thema.

Nach dem Verkauf der Supermarkt-Kette Real an Konkurrent Kaufland steht es nicht so gut um die Belegschaft in Köln-Porz.

Der Supermarkt Real verschwindet aus Porz. Nach 15 Jahren soll der Markt an der Rudolf-Diesel-Straße zum 30. Juni schließen. Die Real-Kette wird derzeit bundesweit zerschlagen – mit Folgen für das Personal.

Durch die Schließung der Filiale in Porz, die von Konkurrent Kaufland übernommen werden soll, verlieren auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Köln: Real kündigt wegen Verkauf gesamtem Personal der Filiale in Porz

Bei einem normalen Betriebsübergang wird das Personal meist mit in das neue Unternehmen übernommen. Da die Umbau- und Sanierungsarbeiten allerdings viel zu lange dauern, hat das zur Folge, „dass die Voraussetzungen für einen Betriebsübergang in diesem Fall nicht vorliegen“, wie ein Real-Sprecher bestätigt.

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Vom Unternehmen heißt es dazu: „Dadurch wird es leider auch zwangsläufig zur Kündigung aller 97 Arbeitsverhältnisse kommen.“

Anders sieht es in Gremberg aus. Auch dort übernimmt Kaufland die Filiale. Geplant ist, dass zum 9. Mai der Real-Markt integriert wird und am 12. Mai unter neuem Namen wieder öffnet. „Alle Real-Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Betriebsüberganges in einem gültigen Arbeitsverhältnis zu Real stehen, erhalten bei uns eine neue berufliche Perspektive“, so eine Kaufland-Sprecherin. Sie hätten langjährige Erfahrung im Einzelhandel, seien „die Experten vor Ort, kennen das Geschäft und die Kunden“.

Was passiert mit dem Personal von Fressnapf, Kik und Co.?

In Porz haben die Kolleginnen und Kollegen diese Perspektive nicht aufgezeigt bekommen. Ähnliches könnte dem Personal von Fressnapf, Siemes Schuhcenter oder Kik auf dem Porzer Real-Gelände passieren. Ob sie auch von der Schließung des Real-Marktes betroffen sind, ist unklar. Laut Real laufen die Gespräche noch.

Der neue Eigentümer Kaufland macht aber nicht viel Hoffnung: „Zur Zukunft der ansässigen Dienstleister können wir keine Auskunft geben.“ (red)

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