Neuer Slogan für die Stadt? Köln, sei auch mal ein bisschen stolz auf Dich!

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Beatrice Bülter im Römerpark.

Köln – Eine elegante Dame, mitten im Park.  Beatrice Bülter ist in ihrem Element. Seit 13 Jahren sammelt die engagierte Kölnerin Spenden, um städtische Grünflächen noch schöner und attraktiver zu machen. Ihre Idee, eine öffentliche Parkbank zu sponsern und so lieben Menschen ein kleines Denkmal im Grünen zu setzen, wurde zum Kölner Bestseller. Nebenbei spendiert die Chefin der Grün Stiftung im EXPRESS-Interview noch einen Slogan für Köln.

Warum liegt Ihnen Kölns Grün eigentlich so am Herzen?

Die Zeit der großen Gärten, in denen die Familien überwiegend ihre Freizeit zu Hause verbringen konnten, ist vorbei. Die Bürger leben überwiegend in Wohnungen. Sie drängt es beim ersten Sonnenstrahl in die Natur. Aber Nutzung zieht Pflege nach sich. Wir wollen die Grüngürtel, die bald 100 Jahre alt sind, für die nächsten 100 Jahre erhalten. Köln verfügt zudem über eine „grünen Lunge“- zwei Grüngürtel, die die Stadt umschließen und eine Aufenthaltsqualität bieten, die in Europa ihresgleichen sucht. Ich erfreue mich daran, wenn die Bänke stark genutzt werden, wenn unsere Trimm-dich-Parcours am Wochenende proppenvoll sind und die gespendeten Bäume wachsen und die gepflegten Parkanlagen wertgeschätzt werden.

2008 fingen sie an, mit der ersten Bank im Stadtwald…

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Ich kann mich sehr gut erinnern, dass wir bei der Vorstellung der Bank-Aktion mit Birgit Schrowange ein Medienvertreter ein Mikro unter die Nase hielt und fragte, wie viele Bänke ich denn gerne aufstellen würde. Da fiel mir nur die Zahl 1000 ein. Hinterher hat mich der ein oder andere milde belächelt, wir hatten ja erst zwei, drei Bänke aufgestellt. Doch dann wurden wir überrannt mit Bankspenden. Uns gingen bald die Schrauben für die Montage der Schilder und der dazugehörende Klebstoff aus. Jetzt stehen in den Grünflächen 1800 Bänke. Das sind bei 750 Euro Spende pro Bank schon 1,35 Millionen Euro für den guten Zweck.

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TV-Moderatorin Birgit Schrowange spendete 2008 eine Bank am Kahnweiher.

Sieht man bald den Kölner Wald vor lauter Bänken nicht mehr?

Nein, keine Sorge. Wir achten sehr genau darauf, dass sich die Bänke harmonisch in das Landschaftsbild einfügen und nicht Überhandnehmen. Deshalb stellen wir  am Aachener und Decksteiner Weiher oder im Stadtwald keine Bänke  mehr auf. Wenn ich im Grünen spazieren gehe und Pärchen und Senioren sitzen auf den Bänken, geht mir das Herz auf.

Abgesehen vom Grün - was gefällt Ihnen an Köln?

Neben Berlin mutiert Köln zum Hotspot für junge Menschen. Ich habe eine 23-jährige Tochter und erlebe, wie es junge Leute nach Köln drängt und wie wohl sie sich hier fühlen. Man darf nie vergessen: Wer als junger Mensch in Köln eine tolle Zeit hatte, bleibt der Stadt im Herzen immer treu.

Und was gefällt Ihnen an Köln überhaupt nicht?

Die Stadt macht sich kleiner als sie ist. Politiker, aber auch die Medien sorgen häufig für eine depressive Stimmungslage, gerade in den sozialen Netzwerken fühlt sich jeder berufen, jede Kleinigkeit anzuprangern oder mieszureden. Es ist kontraproduktiv. Die Leute leben gerne in Köln, sonst wäre diese Stadt nicht so lebendig. Selbst wenn auf einer Wiese eine Mülltüte vom städtischen Mitarbeiter umgefahren wird, wird das zur „Katastrophe“ hochstilisiert. Steter Tropfen höhlt den Stein. Irgendwann glaubt jeder, dass es in der Stadt nur Katastrophen gibt und in der Verwaltung nur desinteressierte Menschen arbeiten. Was ein Quatsch. Mein Slogan für die Stadt wäre: »Köln – sei auch mal ein bisschen stolz auf Dich!«

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