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Lange Trockenzeiten So schlecht geht es den Kölner Bäumen – Stadt Köln reagiert

Rheinufer mit Blick auf Kölner Dom

Andauernde Trockenzeiten setzen auch den Bäumen in Köln zu. Foto vom Rheinufer am 15. April 2022.

In den vergangenen Jahren kam es in Köln immer wieder zu langen Trockenzeiten. Der fehlende Niederschlag belastet die heimischen Bäume.

Sonnenstrahlen und sommerliche Temperaturen sorgen gerade im Frühling für besonders gute Laune. Schönwetterphasen, wie in diesem Frühjahr, sind zwar angenehm, der Natur setzen sie allerdings zu. Immer öfter gibt es lange Trockenzeiten in Deutschland.

Im März 2022 fiel die Niederschlagsmenge mit 20 Litern pro Quadratmeter in Deutschland viel zu gering aus. Damit zählt der März 2022 zu den trockensten Monaten seit Beginn der Wetteraufzeichnung, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). „Tage, an denen in Deutschland regional nennenswerter Niederschlag fiel, ließen sich an einer Hand abzählen“, heißt es in einer Pressemitteilung des DWD.

Lange Trockenzeiten setzen den Bäumen in Köln zu

Vor allem die heimischen Bäume haben unter diesen geringen Niederschlagsmengen zu leiden – auch in Köln. Dabei spielen Bäume gerade in der Großstadt eine wichtige Rolle. Sie spenden Schatten und sorgen für eine bessere Luftqualität. Grund genug, den Bäumen in trockenen Phasen das Leben zu erleichtern.

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Das gilt insbesondere für Jungbäume, deren Wurzelwerk noch nicht ausreichend ausgebildet ist, um in tiefere Bodenschichten zu reichen. Bisher versorgte die Stadt diese Bäume bis zum dritten Lebensjahr mit Wasser. „Aufgrund der immer häufiger auftretenden langen Trockenzeiten sind wir dazu übergegangen, die Jungbäume bis zum siebten Jahr zu wässern“, heißt es nun auf der Website der Stadt Köln.

Aber nicht nur Jungbäume haben in Köln zu kämpfen. Auch andere Bäume müssen zusätzlich mit Wasser versorgt werden, wenn sie auf schwierigen Untergründen stehen, beispielsweise über Tiefgaragen und Stadtbahntunneln.

Stadt Köln setzt zur Bewässerung auf Wassersäcke

Unterstützung bei der Bewässerung der Pflanzen bekommt die Stadt unter anderem von den 1300 Baumpaten und Baumpatinnen. Dabei wird auf die Nutzung sogenannter Wassersäcke gesetzt. Diese Methode eignet sich besonders, da dabei nur wenig Wasser verloren geht. „Der Sack wird um den Stamm gelegt, mit dem Reißverschluss fixiert und anschließend mit Wasser gefüllt. Das Wasser tropft langsam ab. Dadurch wird die Erde kontinuierlich durchfeuchtet und die Wurzeln werden optimal versorgt“, erklärt die Stadt auf ihrer Website.

In einen solchen Wassersack passen bis zu 75 Liter Wasser. Die Abtropfzeit beträgt zwischen drei und acht Stunden. Dann kann der Wassersack wieder entfernt werden. Interessierte können die Wassersäcke kostenlos bei der Stadt Köln bekommen. Der nächste Ausgabetermin ist der 28. April 2022 von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr im Stadthaus Köln. (ls)

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