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Kölner KaterIn der Wohnung spurlos verschwunden: „Barney“ hält zwei Tage lang alle in Atem

Jörn Schwarz und Antje Sommer von der Tierrettung Köln-Porz hocken neben einer Tierbox, in der sich Kater „Barney“ befindet.

Endlich befreit: Herrchen Jörn Schwarz und Antje Sommer von der Tierrettung Köln-Porz mit Kater „Barney“ in der Box.

Kater „Barney“ hat eine tierische Rettungsaktion ausgelöst. Der Stubentiger war in der Wohnung plötzlich nicht mehr auffindbar gewesen. 

von Iris Klingelhöfer (iri)

„Barney“ (12) schnurrt auf Herrchens Schoß als wäre nichts gewesen. Dabei haben Jörn Schwarz (53) und sein Kater aufwühlende Tage hinter sich. 

„Barney“ war plötzlich in der Wohnung spurlos verschwunden – und hielt daraufhin zwei Tage lang nicht nur sein Herrchen, sondern auch einen Klempner, zwei Dachdecker und die Tierretter Köln-Porz in Atem. 

Kater „Barney“: Spurlos in Kölner Wohnung verschwunden

Jörn Schwarz hatte im Bad einen Wasserrohrbruch, die Wand musste aufgestemmt werden und seitdem herrscht dort Baustelle. In der Zeit zog der zwölfjährige „Barney“ bei dem freiberuflichen Sozialarbeiter, der bereits drei Katzen hat, ein. Dessen Vorbesitzer musste den Kater abgeben. 

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Umzug, neues Herrchen, weitere Katzen: Alles ganz schön aufregend für „Barney“. Zudem hatte kurz zuvor ein Handwerker erneut ein Loch in die Badezimmerwand gehauen. Diesmal allerdings ein so kleines, dass Jörn Schwarz sich deswegen keine Sorgen machte. „Barney“ quetschte sich trotzdem durch ...

„Ich vermute, dass er verunsichert war und ein bisschen Angst hatte“, erzählt Jörn Schwarz. Er habe nicht gedacht, dass das Loch groß genug sei. Daher stellte der 53-Jährige bei der Suche nach „Barney“ zunächst mehrfach seine Wohnung auf den Kopf. Die liegt im 5. Stock eines Mehrfamilienhauses, darüber nur der Dachboden. 

Vom Kater keine Spur. Ein Klempner, der schließlich mit einer Kamera in das aufgestemmte Loch im Bad guckte, konnte auch dort nichts entdecken. 

Wo ist Kater „Barney“? Auch Tierrettung Köln-Porz alarmiert

„Nachdem auch wir uns umgesehen hatten, wussten wir, dass wir so nicht weiterkommen“, erzählt Jordan Wieland von der Tierrettung Köln-Porz, die inzwischen ebenfalls alarmiert worden war. Zum Glück habe dann Stefan Bröcking vom Tiernotruf.de seine Kamera zur Verfügung gestellt. Doch auch die brachte zunächst keinen Erfolg. 

Jordan Wieland von den Tierrettern Köln-Porz kniet auf dem Badezimmerboden und starrt auf einen Bildschirm.

Mit einer Kamera wurde in dem Loch im Bad nach Barney gesucht. Jordan Wieland von der Tierrettung Köln-Porz checkt, was auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Kein Miauen, kein Lebenszeichen, nichts. Die Tierretter legten daher zunächst Futter und eine Mehlspur aus. Dann wurde es Nacht – und plötzlich waren Geräusche zu hören! „Da wussten wir: Irgendwo muss ‚Barney‘ sein – gefangen zwischen Wand und Dachboden! Also mussten ein Dachdecker-Notdienst her“, so Jordan Wieland. 

Kurz darauf standen zwei Experten eines Meisterbetriebes aus Haan auf der Matte. „Die waren wirklich super“, schwärmt Wieland. „Geführt durch die Cam deckten sie immerhin im 5. Stock langsam nach und nach die Ziegel ab.“ Währenddessen checkte er selbst auf einem Bildschirm die Bilder der Kamera, die immer wieder unter die Dachziegel geschoben wurde – bis er plötzlich Augen sah!

Kater Barney hockt in einer Tierbox.

Kater „Barney“ nach seiner Befreiung: Zwei Tage lang hatten sein Herrchen, ein Klempner, zwei Dachdecker und das Team der Tierrettung Köln-Porz nach ihm gesucht. 

Barney! Verkrochen im hintersten Winkel, zirka sechs Meter vom Badezimmerloch entfernt. Der Tierretter: „Nun hieß es, den Kater vorsichtig aus dem Dach herauszuholen. Auch dies schaffte das Dachdecker-Team!“ 

Anschließend kam „Barney“ in die Tierklinik. Es sollte ausgeschlossen werden, dass er in der Zeit Glaswolle aus der Dachdämmung gefressen hat. Aber „Barney“ hatte, in dem Fall zum Glück, strenge Diät gehalten und war okay.

Ein Dachdecker deckt Ziegel ab.

Rettungsaktion in Köln: Auf der Suche nach Kater Barney deckt ein Dachdecker einen Ziegel nach der anderen ab. 

Herrchen Jörn Schwarz ist überglücklich. „Die Tierretter haben einen so unfassbar guten Dienst in den zwei Tagen der Rettungsaktion getan – meine allergrößte Anerkennung und mein Respekt für dieses Engagement!“, erklärt er. Das Team der Tierrettung Köln-Porz sei super professionell. Menschen, die das mit Leidenschaft tun, empathisch, souverän, stets das richtige Gespür für die Situation.

Jörn Schwarz weiter: „Was die in ihrer Freizeit tun, so selbstverständlich, das ist unglaublich wertvoll und so wichtig für die Tierwelt und die Gesellschaft. Und das alles ehrenamtlich.“ Es sei ein Wunder, dass sie seinen „Barney“ wiedergefunden hätten.