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KunststarDüsseldorfer Leon Löwentraut (18) liebt kölsche Herzlichkeit und Inspiration

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Copyright: Nicole Gehring

Picasso ist Leon Löwentrauts Vorbild. Weil der sehr kräftige Farben benutzt hat. „Das hat mich inspiriert, noch kräftigere Farben zu wählen“, erklärt der junge Maler.

Köln – „Hier wohnt meine allerbeste Freundin“, erzählt der erst 18-jährige Leon Löwentraut, der „später mal zu den ganz großen Malern gehören“ will. Also: Willkommen in Köln, junger Shooting-Star!

Schon jetzt gehen die Bilder des Düsseldorfers für mehrere Tausend Euro weg, er hatte Ausstellungen in München, Hamburg, London und Singapur. Im November soll eine in New York folgen.

„Ich bin wirklich gern in Köln“

Sonntag-EXPRESS traf Leon in der Kölner Künstleragentur „Kick-Media“.

Danach wollte er sich mit seinem Vater Jörg Löwentraut (51) im „Balthasar“ an der Aachener Straße noch ein Steak schmecken lassen. „Ein, zweimal im Monat bin ich hier“, erzählt der junge Mann.

„Ich geh’ mit meiner Freundin was trinken oder wir unternehmen Ausflüge. Ich bin wirklich gern in Köln. Die Menschen sind viel offener und herzlicher als die Düsseldorfer. Und inspiriert werde ich hier auch – im Museum Ludwig.“

So geht es für Leon jetzt weiter

Löwentraut mit Vater

Copyright: Matthias Heinekamp

Verstehen sich: Leon Löwentraut und sein Vater Jörg. Demnächst zieht die Familie um, im neuen Haus gibt’s eine Einliegerwohnung und ein Atelier für den Jung-Star.

Gerade hat er sein Fach-Abi bestanden. Aber Partymachen, durch die Welt reisen – ist nicht so Leons Ding.

„Ich geh’ nicht in Discos. Da lade ich lieber Leute zu mir ein. Durch die Welt gondeln will ich auch nicht. Ich will malen, mich auf die nächste Ausstellung vorbereiten – das macht mir jetzt am meisten Spaß.“

„Ich will meine Freiheit genießen“

Eine feste Freundin – auch nichts für Leon: „Ich bin zu jung, um mich zu binden. Ich will meine Freiheit genießen. Und überhaupt: Ich bin jetzt inspiriert, hab’ jetzt Lust zu malen.“

Leon wohnt noch bei seinen Eltern. Seine Rolex hat er sich selbst gekauft.

„Von meinem Geld. Und erst, nachdem ich Zuhause was abgeben konnte, für die Miete. Eine eigene Wohnung? Warum sollte ich Zuhause ausziehen? Wir verstehen uns gut. Aber mit 40 wohne ich nicht mehr im Hotel Mama.“

Von Kunstakademie abgelehnt

Gerade hat Leon sich an der Düsseldorfer Kunstakademie beworben. „Ich will mich weiterentwickeln. Das, was ich jetzt kann, reicht nicht für die Ewigkeit – das ist mir bewusst.“

Und er sagt ziemlich locker: „Ich bin abgelehnt worden. Ich mach’ mir da aber keine Sorgen. Georg Baselitz ist es auch mehrfach so gegangen.“

Für etwa 15.000 Pendler, die jeden Tag die S-Bahn-Linie 11 nutzen, wird der Weg zur Arbeit zur Geduldsprobe (Archivbild).

Hiobsbotschaft für 15.000 Pendler

Wichtige Kölner Strecke monatelang gesperrt