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War es die Welpen-Mafia? Alleine im Wald: Kölnerin entdeckt zwei ausgesetzte Hunde

Welpen ausgesetzt im Wald

Die beiden Welpen streunerten in einem kleinen Wald bei Köln-Dünnwald umher, wo sie Ruth Spiller entdeckte. 

Köln  – Das Wetter war so überhaupt nicht nach dem Geschmack von Rauhaardackel „Theo“. Regnerisch, kühl. Sein Frauchen Ruth Spiller (42) beschloss daher mit ihrem Dackel am Dienstag (25. Mai) gegen 19.30 Uhr ausnahmsweise eine schnelle Gassirunde querfeldein durch den Wald zu machen. Zum Glück – denn ansonsten hätte sie die beiden Welpen nicht entdeckt ...

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Köln: Beim Spaziergang mit ihrem Hund entdeckt Ruth Spiller zwei streunende Welpe

Als sie mit „Theo“ in dem kleinen Waldstück nahe des Birkenwegs in Köln-Höhenhaus unterwegs war, habe sie plötzlich „zwei weiße Punkte“ gesehen, erzählt Ruth Spiller. „Ich habe erst gedacht, oh, wie niedlich, weil ich die Punkte schnell als Welpen ausgemacht hatte.“ Beim langsamen Näherkommen guckte sie immer wieder nach rechts und links und wunderte sich, dass sie keinen Besitzer sah. 

Ruth Spiller mit Dackel Theo

Ruth Spiller ging mit ihrem Dackel Theo Gassi, als sie die ausgesetzten Welpen entdeckte. 

„Ich habe dann gemerkt, dass die Welpen dort herumstreunen – mutterseelenallein“, so die 42-Jährige. Sie habe die Vierbeiner etwas zurück in den Wald gescheucht, weil sie drohten, auf die Straße zu laufen. Weil sie kein Handy dabei hatte, sprach sie zwei Spaziergänger an und bat sie, das Tierheim beziehungsweise die Polizei anzurufen. 

Kölnerin dachte erst, es seien Golden Retriever-Welpen

Die Welpen waren ängstlich. Ruth Spiller hockte sich daher hin, streckte die Hand aus und wartete. Nach mehreren Minuten tapste schließlich einer der Welpen auf sie zu. „Wir saßen weiter mucksmäuschenstill da und haben uns nicht bewegt – da kam auch der zweite und ließ sich streicheln“, berichtet sie. 

Schließlich sei ein dritter Spaziergänger dazugekommen. Ruth Spiller: „Er hat seine Jacke ausgezogen, die Tiere darin eingewickelt und gewärmt.“ Die Welpen hatten kein Halsband, waren dreckig und voller Zecken. 

Bezüglich der Rasse habe sie zunächst auf Golden Retriever getippt, so Ruth Spiller, doch aufgrund einer Internetrecherche hat sie die Vermutung, dass es sich um zirka 10 bis 12 Wochen alte ungarische Kuvasz-Welpen handelt. Die sind zuckersüß – doch sie wachsen zu riesengroßen Herdenschutzhunden heran, die in sehr erfahrene Hände gehören.

Kölnerin entdeckt Welpen-Duo: Hat die Welpen-Mafia sie ihrem Schicksal überlassen?

Der Verdacht liegt nahe, dass die Welpen-Mafia hinter dem Vorfall steckt. Unbekannte Täter könnten die Hunde ausgesetzt haben, weil sie zu groß sind, um als „Retriever-Welpen“ durchzugehen. Der illegale Handel mit Welpen aus dem Ausland boomt. Die Tiere werden oft über Kleinanzeigenportale im Internet verkauft – mit fehlenden Impfungen und gefälschten Impfpässen. Nicht selten werden sogar günstige Herdenschutzhunde für viel Geld als Welpen einer beliebten Rasse verkauft. 

Welpen im Tierheim Dellbrück

Die Welpen wurden vom Tierheim Köln-Dellbrück aufgenommen. 

Die Polizei brachte das Duo mit dem schneeweißen Fell ins Tierheim Köln-Dellbrück. Dort wurden die Hündin und der Rüde, die auch nicht gechipt sind, auf „Snow“ und „Hennes“ getauft. Das Tierheim weist eindringlich daraufhin, dass die beiden noch nicht vermittelt werden und daher auch keine Anfragen gestellt werden mögen.

„Wer schon »schockverliebt« ist, kann sich ja gerne schon einmal mit dem Wesen und den Ansprüchen von Hirtenhunden beschäftigen“, appelliert Tierheimsprecherin Syliva Hemmerling.

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