10,5 Prozent mehr Gehalt Streiks bei KVB, AWB und Co.? Verdi startet Tarifverhandlungen

Eine Stadtbahn der Kölner Verkehrsbetriebe ist auf dem Sülzgürtel in Köln auf den Gleisen der KVB-Stadtbahnlinie 13 mit Fahrziel Holweide unterwegs.

Kommt es bei der KVB demnächst zu Streiks? Möglich ist das, aufgrund der laufenden Tarifverhandlungen, deren Ausgang noch unklar sind. Das Symbolfoto wurde am 17. Januar 2023 aufgenommen.

Stehen die KVB-Bahnen oder die Müllwagen in Köln bald still? Streiks sind im Bereich des Möglichen, falls die Gehälter in den von Verdi geführten Tarifverhandlungen nicht angehoben werde.

Drohen in Köln demnächst weitreichende Streiks im Öffentlichen Dienst? Zumindest ist diese Maßnahme vor der am Dienstag (24. Januar 2023) gestarteten Tarifverhandlungen schon mal angeklungen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Gehalt, zumindest aber 500 Euro. Dabei geht es unter anderen um die Jobs bei der KVB, der Rheinenergie, der AWB oder um die Beschäftigten in KiTas und Kliniken.

Streiks bei KVB und Co.? „Können sich keine Wohnung leisten“

In Köln hatte die Gewerkschaft vor dem Start der Verhandlungen rund 13.000 Unterschriften von den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gesammelt und diese am Montagvormittag der Kölner Stadtdirektorin Andrea Blome übergeben. Es gehe schlichtweg um die eigene Existenz, nicht nur wegen der steigenden Inflation.

„Die Kolleginnen und Kollegen müssen Inflationsausgleich bekommen. Eine Krankenschwester kann sich in Köln keine Wohnung leisten, einfach, weil das Gehalt zu niedrig ist. Ein Straßenbahnfahrer kann sich in Köln keine Wohnung leisten, weil die nicht genug Gehalt bekommen“, beschreibt Britta Munkler von Verdi gegenüber Radio Köln die dramatische Situation der Betroffenen.

Streiks in Köln? „Werden sich nicht mit warmen Worten abspeisen lassen“

Der Vorsitzende von Verdi, Frank Werneke, beschreibt die momentane Lage im Öffentlichen Dienst ähnlich: „Im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen brodelt es. Die Beschäftigten haben den Eindruck, mit einem wachsenden Berg von Aufgaben und Anforderungen allein gelassen zu werden. Die Arbeitgeber müssen wissen: Die Belegschaften werden sich in der Tarifrunde nicht mit warmen Worten und einem schlechten Ergebnis abspeisen lassen.“

Nehmen Sie hier gerne an unserer Umfrage teil:

Bundesweit sind rund 2,5 Millionen Menschen im Öffentlichen Dienst tätig, die erste Runde der Verhandlungen hat am Dienstag in Potsdam begonnen.

Falls diese keine Einigung erbringen, sind weitreichende Streiks im Bereich des Möglichen. Auch in Köln – bei KVB, AWB, der Rheinenergie und Co. (nb)

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