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Bizarres Video aus Köln Fetisch-Paar beim City-Spaziergang gefilmt

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Im Klapperhof: Der dominante Partner packt seine Latex-Begleitung am Nacken.

Köln – Abends halb neun in Köln... Sonnenschein, volle Terrassen, Leute auf Balkonen, Feierabendstimmung im Friesenviertel. Und dann DAS: Eine bizarre Szene an der Kreuzung Im Klapperhof / Friesenwall, direkt zwischen noblem Gerling-Quartier und der angesagten  Lotte Haifisch-Bar. Ein Fetisch-Paar beim Stadtspaziergang. Hier das Video!

Sadomaso-Paar in Köln: Hand am Nacken 

Er bzw. sie als vornehme Dame gekleidet, in figurbetontem Trenchcoat, hohe Pumps, Brille, gepflegte Frisur. Dominant führt die stattliche Erscheinung ihre komplett in schwarzen Latex gekleidete Begleitung durch die City, die Hand stets fest am Nacken. Die Hände des Begleiters dagegen sind mit Schellen gefesselt. Passanten und Autofahrer, die das bizarre Pärchen Richtung Friesenplatz schlendern sahen, trauten kaum ihren Augen: Was war das denn?

Psychologen analysieren das SM-Paar aus Köln

Im EXPRESS interpretieren zwei bekannte Kölner Psychologen diese ungewöhnliche Konstellation. Hans-Georg Lauer attestiert: „Diese zwei Personen haben offensichtlich Spaß daran, sich mit ihrer Orientierung zur Schau zu stellen. Es gibt hier eine ganz klare Absprache zwischen Herrschaft und Unterordnung. Es sind im Prinzip typische Gegensätze, wie man sich auch aus normalen Beziehungen kennt. Nur dass hier die Gegensätze in einem einvernehmlichen Spiel absichtlich überhöht und übertrieben werden.“

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Diplom-Psychologe Hans-Georg Lauer.

Freude an weiblicher Dominanz

Der offensichtliche Mann im Erscheinungsbild einer gut gekleideten Frau lebe seine Freude an der Dominanz aus. Er wolle Macht über einen anderen Menschen haben. Der Sinn dieses erotischen Rollenspiels sei, Reize zu erleben und Lust zu empfinden. „Dabei machen sie aus ihrer exhibitionistischen Haltung keinen Hehl“, so Lauer. „Sie laufen durch die gut besuchte Innenstadt und lassen sich dabei betrachten. Sie verlangen nach Aufmerksamkeit. Das ist ein zusätzlicher Lustgewinn.“

SM in Köln: Öffentliche Demütigung als Kick

Die abgestimmte Kleidung der Personen, so Diplom-Psychologin Lydia Benecke, offenbare ihre Orientierung: „Lack und Latex sind Stoffe, die sich sehr an die Haut anschmiegen und in denen sich manche Menschen sexuell sehr erregt fühlen. Die kleinere Person erlebt zudem im Rahmen seines Rollenspiels eine öffentliche Demütigung, die ihm einen starken sexuellen Kick gibt.“ Und sie fügt weiter hinzu: „Der männliche Partner könnte durch das Tragen von Frauenkleidung und hohen Schuhen einen besonderen erotischen Lustgewinn erleben.“

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Diplom-Psychologin Lydia Benecke.

Ist Sadomaso typisch Köln?

Ein Sadomaso-Paar beim öffentlichen  Spaziergang? Für Psychologin Lydia Benecke ist auch das typisch Köln:  „Köln ist als liberale Stadt bekannt, wo Menschen ihre einvernehmlich gelebten, sexuellen Vorlieben relativ ungestört und frei ausleben können - solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen.“ Und auch die Polizei findet’s okay: „Jeder Jeck ist anders, jeder Mensch darf sich in Köln frei bewegen“, so Sprecher Karlo Kreitz. „Man darf ja auch voll verschleiert durch die Stadt laufen.“

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