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Mit viel Herzblut „Jode Lade“: Kölnerin macht mit „Hempies“ ihre Not zum Geschäft

Ronja hinter der Theke in ihrem Laden.

Ronja Hemmersbach verkauft mit viel Freude die veganen Backwaren im Bistro. Auf dem Bild sieht man die 25-Jährige am 14. Februar 2022.

Eigentlich wollte Ronja nach ihrem Psychologie-Studium ins Coaching einsteigen. Corona machte ihr aber einen Strich durch die Rechnung. Es kam alles anders: Nun wurde ihr eigenes Bistro als Jode Lade ausgezeichnet.

Die Idee für „Hempies“ hatte Ronja Hemmersbach (25), als sie in ihrem früheren Job als Warenverräumerin im Supermarkt und als Dachdeckerin früh aufstehen musste. Zeit, sich ein Frühstück zu machen, hatte sie morgens um 4.30 Uhr nicht, beim Bäcker wurde sie als Veganerin nicht fündig. Es musste also ein veganer Bäcker her. Gesagt, getan.

Seit Januar gibt es das Bistro in der Händelstraße. Es ist der dritte Teil von Ronjas Projekt, den Veganismus für alle schmackhaft zu machen. Vorläufer des Ladens sind nämlich zwei Foodtrucks, mit denen sie durch Köln tourt und vegane Backwaren verkauft.

Kölns erster veganer „Bäcker“ als „Jode Lade“ ausgezeichnet

„Ich liebe das Konzept. Es ist mein Baby, ich hab schlaflose Nächte deswegen und bin Tag und Nacht damit beschäftigt“, erzählt die 25-Jährige über ihr Start-up. Es steckt viel Herz und Freude darin. Und das spüren alle, die den Laden betreten. Jeder Kunde und jede Kundin wird fröhlich begrüßt, es herrscht eine familiäre Atmosphäre.

Köstlich ist es obendrein. „50 Prozent unserer Kundschaft lebt gar nicht vegan. Die kommt einfach, weil es ihnen schmeckt“, weiß die Gründerin, die mit ihrem Team alle Produkte selber herstellt. Ein Besuch lohnt sich also längst nicht nur für Veganer und Veganerinnen.

Croissant und Brötchen.

Links ein Schokocroissant mit selbstgemachter Schokocreme, üppig gefüllt, rechts ein Brötchen mit selbstgemachter veganer Mozzarella und eigens kreiertem Pesto.

  • Angebot: Süße Teilchen wie Croissants mit verschiedenen selbstgemachten Füllungen, Nussecken und andere Leckereien lassen die Herzen von Schleckermäulchen höher schlagen. Für den herzhaften Hunger gibt es unterschiedliche Brötchen-Varianten mit veganem Käse & Schinken, selbstgemachtem Eiersalat, eigens hergestelltem Mozzarella oder selbst kreiertem Möhren-Lachs.
  • Preise: Ein Schokocroissant kostet 2,50 Euro, das Mozzarella-Brötchen liegt bei 4,20 Euro, ein Käsebrötchen gibt es für 3,40 Euro, eine Laugenstange mit Butter und Schnittlauch kostet 1,80 Euro. Fair, wenn man die Preise beim herkömmlichen Bäcker bedenkt.
  • Ambiente: Ein heller, freundlicher Raum, in dem man gerne ein Frühstück genießt. Es steckt viel Liebe in der Gestaltung des Bistros. Man fühlt sich wohl,  wenn man es sich, auf dem Sofa oder auf der mit Kissen ausgelegten breiten Fensterbank, bequem gemacht hat.
Der Sticker „Jode Lade“, geklebt an der Ladentür.

Ronja klebt das EXPRESS.de-Siegel „Jode Lade“ an die Eingangstüre ihres Bistros. Es ist ihre erste Auszeichnung.

  • Kölsch-Faktor: Zentral gelegen in einer Querstraße der Schlender- und Ausgehmeile Aachener Straße in der Kölner Innenstadt. Direkt am Rudolfplatz ist es für viele Kölsche auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause ein gut zu erreichender Spot.
  • Promi-Faktor: Im Laden hat sich bisher noch kein „VIP“ blicken lassen, am Foodtruck war jedoch mal DJ und Musikproduzent David Puentez, der sich mit Schokoschnuten eingedeckt hat. Hat sich das „Hempies“ aber einmal  herumgesprochen, ist da sicherlich noch Luft nach oben...
  • Adresse: Händelstraße 55, 50674 Köln
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8 bis 16 Uhr. Zusätzlich versorgt das vegane Back-Mobil am Media Park hungrige Kölner und Kölnerinnen jeden Tag von 8 bis 13 Uhr. Ein weiterer Foodtruck steht von montags bis samstags jeden Tag auf einem anderen Wochenmarkt.
Ladenlokal von „Hempies“.

Die Einrichtung hat Ronja secondhand gekauft.

EXPRESS zeichnet seit Dezember 2020 in loser Folge Kölner Betriebe aus, nachdem sie getestet und für gut befunden worden sind. Das können Sie auf express.de nicht nur nachlesen – Sie können es auch im Stadtbild sehen. Jedes für gut befundene Lokal erhält an der Eingangstür das neue Gütesiegel „Jode Lade“.

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