„Nicht von türkischer Riviera" Mann zockt Kölner Juwelier mit Rolex-Kopie ab

RolexKopieGericht 250319

Mit gefälschten Uhren soll der Angeklagte viel Geld verdient haben. (Symbolbild)

Köln – Die Luxus-Uhren müssen täuschend echt ausgesehen haben. „Das waren sicher keine falschen Rolex’ von der türkischen Riviera“, sagte die Amtsrichterin am Montag beim Betrugsprozess. Ein Duisburger (28) war angeklagt, einen Juwelier und einen Sammler aus Köln übel abgezockt zu haben.

Rolex Daytona: Kölner Händler mit Fälschung abgezockt

Mit einer falschen Rolex Cosmograph Daytona (Neupreis: mehr als 20.000 Euro) war der Angeklagte im Februar vergangenen Jahres beim Händler in Zollstock erschienen. Er zeigte seinen serbischen Pass vor, kassierte 13.000 Euro und verließ ganz seelenruhig das Geschäft am Höninger Weg.

Erst, als der Käufer die Uhr einem Kollegen zeigte, wurde der Betrug bemerkt. An Uhrwerk und Armband wurde die Fälschung deutlich. In einem weiteren Fall soll der Duisburger am Gürzenich einem Sammler wissentlich zwei falsche Rolex-Uhren mit Zertifikat für insgesamt 14.000 Euro verkauft haben.

Gerichtsfall: Angeklagter streitet vorgeworfen Betrug ab

Laut Angeklagtem habe ihn der Händler von Fall 1 angerufen und das Geld zurück gefordert. „Ich wollte die Uhr zurücknehmen, der Händler hatte sie aber schon bei der Polizei abgegeben“, so der Angeklagte. Daher kam es nicht zur Rückabwicklung. Dass es sich um eine Fälschung handelte, will er nicht gewusst haben.

Sein Vater besitze Luxus-Uhren und er habe ihn vor rund einem Jahr gebeten, drei davon zu verkaufen, sagte der Duisburger. „Diese Aussage kann man jetzt so nicht widerlegen“, sagte die Richterin. Für einen nächsten Termin vor dem Kölner Amtsgericht will sie nun die betroffenen Zeugen laden.

Betrüger aus Duisburg hatte schon sieben Jahre Haft kassiert

Die Anwältin hatte vorgeschlagen, das Verfahren einzustellen, dem stimmte die Staatsanwaltschaft nicht zu.

Eine Woche zuvor war der Duisburger nämlich vorm Landgericht Essen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden – er hatte zwei Spielhallen überfallen. Eine neue Strafe fiele somit kaum ins Gewicht.

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