Ära endet Nach 38 Jahren: Darum macht der „Jeans Palast“ auf der Schildergasse zu

Jeans Palast Schildergasse

Kultladen auf der Schildergasse: Am 15. Dezember ist für den Jeans Palast wirklich Schluss. Das Gebäude wird abgerissen, das Grundstück neu bebaut.

Köln – Er ist Legende – und eins der letzten alten Geschäfte auf der Schildergasse: der „Jeans Palast“. Generationen von Kölnern haben hier in den vergangenen 38 Jahren ihre Jeans gekauft. Jetzt ist Schluss. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert, das Haus wird abgerissen und neu gebaut.

Das bestätigt Berthold Görgens (74), Gründer der Ketten „Jeans Palast“, „Kult“ und „Olymp & Hades“ und Seniorchef der G+C Dienstleistungs GmbH, dem EXPRESS.

Jeans-Ära auf der Schildergasse endet

„Die Ära Jeans Palast ist vorbei“, sagt Görgens, der die Unternehmensleitung für rund 100 Geschäfte in Deutschland und Österreich vor drei Jahren seinem Sohn Thorsten übertragen hat.

Alles geht vorüber, alles geht vorbei – auch auf der Schildergasse 55: Der Räumungsverkauf läuft, am 15. Dezember, mitten im Weihnachtsgeschäft, macht „Jeans Palast“ dicht. Danach soll das Karree zwischen Antoniterkirche und Schildergasse umgestaltet werden.

Antoniter-Citykirche hat Umbaupläne

Kuriosum: Während der von der Schildergasse aus sichtbare Teil des Gebäudes der Metropol Immobiliengruppe gehört, befindet sich der hintere, schlauchförmige Jeans-Keller unter einem Gebäude, das im Besitz der evangelischen Kirche ist.

„Wir werden den Bereich hinter der Kirche und dem Café Stanton großflächig umgestalten“, erklärt Annette Scholl von der Antoniter-Citykirche. „Dazu gehört auch der Parkplatz an der Antoniterstraße – und das Gebäude mit dem Jeans-Keller. Alles wird neu bebaut.“ Das Antoniter-Quartier!

Abriss beginnt Anfang 2017

Wie das neue Gebäude auf der Schildergasse aussehen, wer dort einziehen soll, steht noch nicht fest: „Wir beginnen im ersten Quartal 2017 mit dem Abriss. Bis das neue Gebäude steht, werden zwölf bis 18 Monate vergehen“, sagt Metropol-Geschäftsführer Klaus G. Sack. „Es ist eine historische Chance, die beiden Gebäude zu trennen.“

Berthold Görgens sieht das Ende des „Jeans Palast“ so: „Alles hat seine Zeit.“

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