„Typisch kölscher Klüngel“ Ordner kassiert Jecke ab – heiße Diskussion um Skandal-Video

Das Skandal-Video von der Zülpicher Straße wird auch auf Facebook heiß diskutiert. Zu sehen ist ein Ordner, der Feiernde abkassiert.

Ein Ordner, der Jecke abkassiert, damit sie auf die abgesperrte Zülpicher Straße kommen. Ein Vorgang, den ein Anwohner im Bereich der Engelbertstraße aus dem Fenster gefilmt hat.

Das Material veröffentlichte EXPRESS.de am Montag (14. November 2022). Ein Video, das für heiße Diskussionen sorgt – auch auf der EXPRESS-Facebook-Seite.

Zülpicher Straße: Ordner kassiert Feiernde ab

Bei dem Ordner handelt es sich nicht um einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, sondern um Personal eines privaten Sicherheitsdienstes, der von der Stadt beauftragt wurde. Wie Stadt Köln mitteilt, hätten rund 500 Mitarbeitende von privaten Sicherheitsunternehmen die Arbeit des Ordnungsamtes am 11.11. unterstützt.

„Das Ordnungsamt hat insgesamt 489 Sicherheitsbedienstete überprüft, 83 von ihnen am Elften im Elften selbst“, teilte eine Stadt-Sprecherin am Montag mit. „Acht Mitarbeitende wurden abgelehnt, weil ihre Dokumente nicht den Anforderungen entsprachen.“

Auf Facebook gibt es zu dem Thema unterschiedliche Ansichten. Unter anderem heißt es da zum dreisten Abkassieren der Jecken: „Ist doch gang und gäbe – Kölscher Klüngel halt, hat doch (fast) jeder schon mal genutzt.“ Das Wort Klüngel liest man in dem Zusammenhang häufig. 

Die Stadt Köln sieht das etwas anders und droht bereits mit harten Konsequenzen. Hinweisen auf mögliche Unregelmäßigkeiten werde die Stadt Köln nachgehen und gemeinsam mit den beauftragten Sicherheitsunternehmen prüfen, was sich tatsächlich abgespielt hat, so die Sprecherin der Stadt.

Ordner kassiert Jecke ab: Hier sehen Sie den EXPRESS-Facebook-Post.

„Sollte sich herausstellen, dass ein oder mehrere Mitarbeitende von Sicherheitsunternehmen Geld angenommen haben, wird die Stadt Köln rechtliche Schritte einleiten. Zudem erfolgt eine Sperre für künftige Einsätze“, ergänzt eine Sprecherin der Stadt Köln.

Ein anderer Aspekt, der die User beschäftigt: Mindestlohn. „Wenn man Ordnungshütern Mindestlohn bezahlt, selber Schuld. Auch bei Gefahr setzt doch kein intelligenter Mensch für 12 Euro seine Gesundheit aufs Spiel“, kommentiert ein User.

Facebook-User nimmt Security-Branche in Schutz

„Ist doch überall so, dass versucht wird, mit Geld Einlass zu bekommen. Kann ich gut verstehen, für jemanden, der als Ordner knapp über Mindestlohn verdient“, ist die Ansicht eines Facebook-Nutzers.

Ein anderer nimmt die Security-Branche in Schutz. Sein Standpunkt: „Also ehrlich, nicht alle über einen Kamm scheren! Es gibt auch noch Leute, die ihren Job ernst nehmen und ehrenhaft machen und nicht käuflich sind. Der Job wird halt von vielen leider ausgenutzt, um krumme Geschäfte zu machen.“

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Gerne können Sie sich auf der EXPRESS-Facebook-Seite an der Diskussion beteiligen. Den Post dazu finden Sie oben.

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