Karneval auf der Zülpicher Kölner Politiker mit scharfer Kritik: „Das war eine völlig neue Dimension“

Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke

Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke am 29. Oktober 2021 bei einer Veranstaltung in Köln. Das Karnevals-Sicherheitskonzept kritisiert er scharf.

Zu den Zuständen im Zülpicher Viertel hat sich am Tag nach dem 11.11. der Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke geäußert.

Die wilden Szenen auf der Zülpicher Straße. Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke (Grüne) lebt seit 45 Jahren im Kwartier Latäng. Zum Sessionsstart am 11.11.2022 war auch er auf der Zülpicher Straße unterwegs, um sich einen Eindruck zu verschaffen. 

„Ich war schon früh unterwegs und die erste Sperrung der Zülpicher Straße an der Eisenbahnunterführung war bereits um 10.20 Uhr. Da kamen schon die Massen und drängelten Richtung Absperrgitter. Der Sicherheitsdienst wirkte total überfordert“, schildert Hupke am Samstagmorgen (12. November 2022) im Radiogespräch mit WDR5.

Bürgermeister Andreas Hupke äußert sich zur Zülpicher Straße

Hupke ist seit 2004 Bezirksbürgermeister der Innenstadt, er habe schon viele Karnevalsfeiern in der Zülpicher erlebt, aber „das war eine völlig neue Dimension.“ Er spricht von 150.000 Menschen, die dort am Freitag unterwegs waren.

In dem Zusammenhang kritisiert der 72-Jährige das Sicherheitskonzept der Stadt Köln: „Das hat nicht funktioniert!“

Die Planung und das Gutachten sei von einer Ingenieurin gemacht worden, die zwar Erfahrung mit Großveranstaltungen habe, aber nicht mit solchen. Das Gutachten sei für geschlossene Veranstaltungen erstellt worden.

Des Weiteren sei die Wahl des Einlaufes durch die Unterführung am Südbahnhof falsch gewesen. Wenn da die Sperren gebrochen wären, gar nicht auszudenken, was dann hätte passieren können. 

Das EXPRESS.de-Video zeigt die völlig überfüllte Zülpicher Straße:

Mit Blick auf Weiberfastnacht und Rosenmontag mahnt Hupke Politik und Verwaltung zum schnellen Handeln. Da müssen sich jetzt alle Beteiligten schnell an einen Tisch setzten, auswerten, analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Das Fazit des Bezirksbürgermeisters fällt bitter aus: „Köln braucht ein anderes Image. Das war kein Karneval, das war ein Massenbesäufnis.“ (mt)

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