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Jecke EckeJan und Griet mit klarem Statement zur Frauenquote im Karneval

Silvia und Rüdiger Prätzsch.

Seit jecken 33 Jahren verheiratet: Silvia und Rüdiger Prätzsch.

Das Reiter-Korps „Jan von Werth“ hat sein „Jan und Griet“-Paar proklamiert. Zudem hat auch die Bürgergarde die neue Tanzmarie vereidigt.

Eine Woche nach dem Sessionsauftakt drehen die Karnevalsgesellschaften richtig auf. Im festlichen Ambiente der Flora fand am Samstagabend (18. November 2023) die Proklamation des „Jan und Griet“-Paares des Reiter-Korps „Jan von Werth“ statt.

Vor 500 geladenen Gästen wurden Silvia und Rüdiger Prätzsch von Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn und der Präsidentin der Kölschen Madämcher, Gabriele P. Gérard, feierlich proklamiert. „Geboren wurde Silvia in Euskirchen und Rüdiger, da wird es schon etwas schwieriger, denn er kommt aus der Helau-Zone“, lachte der Festkomitee-Präsident und ergänzte: „Da wir in Köln für tolerantes Miteinander stehen, sollte Neuss kein Problem darstellen.“

„Jan und Griet“-Paar: Gefunkt hat es im Fitnessstudio

Weil die Frauenquote im Kölner Karneval ein heiß diskutiertes Thema ist, ging Kuckelkorn auf ein Zitat von Silvia Prätzsch ein: „In keinem anderen Traditionskorps steht eine Frau so im Mittelpunkt der Gesellschaft. Diese Ehre ist nicht vielen Frauen vergönnt“, zitierte Kuckelkorn und rief unter dem Applaus der Gäste: „Wer redet da noch von einem weiblichen Dreigestirn.“

Die Session ist für Silvia und Rüdiger in doppelter Hinsicht etwas ganz Besonderes: „Das ‚Jan und Griet‘-Paar stellen zu dürfen, damit geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Hinzu kommt, dass wir unser jeckes dreimal elfjähriges Ehejubiläum feiern“, erzählt der stolze Ehemann und Jan der Session 2024.

„Jan und Griet“-Paar Silvia und Rüdiger Prätzsch

Das „Jan und Griet“-Paar wurde feierlich proklamiert.

Auf die Frage, wie sie sich denn kennengelernt haben, müssen beide lachen. „Beim Training im Fitnessstudio habe ich ihn plötzlich gesehen und war ganz angetan. Da er mich aber überhaupt nicht beachtet hat, musste ich mir etwas einfallen lassen. Kurzerhand habe ich mir an einem Gerät Gewichte aufgelegt, wo ich genau wusste, dass diese viel zu schwer für mich waren und habe Rüdiger um Hilfe gebeten. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen, haben uns verabredet und das erste Mal geküsst, so wie eben auf der Bühne“, schwärmt Silvia.

Gerade in schwierigen Zeiten ist es für das „Jan und Griet“-Paar wichtig, dass die Menschen gemeinsam Freude erleben. „Ich glaube, dass der Fastelovend schon immer eine Art Trostpflaster für die Kölschen war. Es ist ganz wichtig an unseren Traditionen festzuhalten, denn wenn es mal so kommen sollte, dass wir flüchten müssen, ist das, was wir überall mit hinnehmen können und was auch kein Geld kostet, unsere positiven Erinnerungen, die wir im Herzen tragen“, betont Rüdiger Prätzsch.

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Und auch Silvia ist sich sicher, dass man trotz des ganzen Leidens, was momentan auf der Welt herrscht, sich ein Stück seines Frohsinns bewahren sollte: „Gerade den Menschen, denen es nicht so gut geht, die eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, möchten wir besuchen und ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.“ Beide wollen in der Session alle mitnehmen, egal ob Kölsche oder Imis und schwören: „Wir werden nicht eher ruhen bis auch der letzte Düsseldorfer gelernt hat zu schunkeln und das kölsche Liedgut in Bayern als Volkslied anerkannt wird.“

Bürgergarde: Selina Jauch ist die neue Marie

Auch die Bürgergarde hatte Grund zu feiern, weil unter anderem die neue Tanzmarie der Garde, Selina Jauch, vereidigt wurde. Selina wurde 2000 in Köln geboren. Bereits mit vier Jahren lebte sie ihren Traum und stand mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe der KG Närrische Grielächer in Worringen auf den Bühnen.

Die neue Tanzmarie der Bürgergarde Selina Jauch zusammen mit Präsident Markus Wallpott (l.) und ihrem Tanzoffizier Christopher Wallpott.

Die neue Tanzmarie der Bürgergarde, Selina Jauch, zusammen mit Präsident Markus Wallpott (l.) und ihrem Tanzoffizier Christopher Wallpott

2020 folgte der Wechsel zu den Kölner Rheinveilchen. „Bei Selina stimmt nicht nur das tänzerische Können, sondern auch die Chemie zur Garde“, betonte Präsident Markus Wallpott. „Ich bin sehr dankbar, dass ich meinen ersten Auftritt mit der Bürgergarde und meinem Tanzoffizier Christopher Wallpott erleben durfte. Ein Gefühl, was ich gar nicht beschreiben kann“, strahlte Selina im EXPRESS.de-Gespräch.

„Es war schon immer mein großer Traum, Marie einer Kölner Traditionsgesellschaft zu sein. Daher bin ich sehr, sehr stolz und dankbar, dass ich nun diesen Traum bei der Bürgergarde leben darf.“

Wären Vize-Präsident Udo Koschollek, der seit 35 Jahren Mitglied bei der Bürgergarde ist, mit dem Verdienstorden des Festkomitees in „Gold“ ausgezeichnet wurde, freute sich KölnCongress-Chef Ralf Nüsser über die Ernennung zum Ehrenoffizier. Beglückwünscht wurde er von Ken Reise und Horst Müller.

Funkentöter ernennen Mareike Marx zur Ehrenbrandmeisterin

Da staunten Hänneschen, Bärbelchen, Speimanes & Co. nicht schlecht, als ihre Chefin Mareike Marx mit Feuerwehrhelm und Feuerlöscher, wie ein Profi, den Brand auf dem Eisenmarkt löschte. Was war passiert? Die Kölschen Funktentöter ernannten am Samstagnachmittag (18. November) die Intendantin des Hänneschen-Theaters Mareike Marx zur Ehrenbrandmeisterin 2024.

Kölsche Funkentöter: Mareike Marx

Mareike Marx hatte sichtlich Spaß beim Löschen des Feuers auf dem Eisenmarkt.

Bereits seit ihrer Kindheit ist Marx dem Hänneschen-Theater sehr verbunden und besuchte regelmäßig die Puppenspiele. Seit November 2022 ist sie die Intendantin der Puppenspiele der Stadt Köln. Das im Jahr 1802 gegründete Stockpuppentheater feiert im nächsten Jahr sein 222-jähriges Jubiläum.

Bevor Mareike Marx die Insignien – Feuerwehrhelm, Krätzchen und Ehrenurkunde – von Funkentöter-Präsident Guido Thiemermann verliehen bekam, schmetterte Ehrenbrandmeister Ludwig Sebus ihr zu Ehren das „Feuerwehrlied“.