Ärzte-Fehler? Kölnerin Gerda D. stirbt nach Routine-OP: Gutachten gibt Aufschluss

Die Kölnerin Gerda D. ist nach einem Routine-Eingriff verstorben. Der Sohn geht gegen die Klinik vor.

Gerda D. (83) war eine lebensfrohe ältere Dame, ging gerne in Cafés, ins Theater oder die Oper. Sie verstarb nach einem eigentlichen Routine-Eingriff.

Die Kölnerin Gerda D. ist Anfang 2020 nach einem Routine-Eingriff verstorben. Der Sohn hat Anzeige erstattet. Ein aktuelles Gutachten gibt Aufschluss über die Hintergründe des Todesfalls.

Im Januar 2020 ist Gerda D. nach einer Routine-Operation plötzlich gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin im Fall der Kölnerin (†83). Im Heilig Geist-Krankenhaus in Longerich wurde der Eingriff damals durchgeführt. Ein medizinisches Gutachten entkräftet aktuell den Vorwurf einer fahrlässigen Tötung. Im Ermittlungsverfahren geht es jetzt noch um eine womöglich fehlerhafte Aufklärung vor der OP.

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Kölnerin Gerda D. (†83) sollte ein Portkatheter eingesetzt werden

Der damals 83-Jährigen sollte in Köln ein Portkatheter gesetzt werden, ein permanenter Venenzugang, um ihr Medikamente oder Blutkonserven einfacher zuführen zu können. Nachdem der ursprüngliche Arzt den Katheter bei dem Eingriff nicht an der gewünschten Stelle platzieren konnte, rief er einen Oberarzt herbei.

Durch diesen Arzt kam es „leider zu einer Fehlpunktion, mutmaßlich wurde eine zentrale Arterie durchstochen“, heißt es in dem Gutachten laut „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Leitende Oberärztin habe den Katheter daraufhin erfolgreich platziert.

Der Sohn hatte den Ärzten vorgeworfen, seine Mutter nach der OP nicht ausreichend versorgt zu haben, weshalb sie verblutet sei. Dem widerspricht das Gutachten. Letztlich sei die Seniorin „schicksalhaft“ an einem Multiorganversagen verstorben, verstärkt durch ihre Grunderkrankungen. Der Sohn erhebt jetzt neue Vorwürfe gegen die Kölner Klinik. (red)

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