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„Kann einfach nicht sein“ Kölnerin mit üblen Vorwürfen gegen Paketboten – Hermes reagiert

Ein Hermes Paketbote klingelt an der Tür eines Wohnhauses.

Eine Kölnerin erhebt Vorwürfe gegen einen Hermes-Paketboten. Hier ein undatiertes Symbolfoto mit einem Hermes-Mitarbeiter.

Die Kölnerin Sarah R. (34) aus Dellbrück ist sauer. Sie bestellte einen Staubsauger, stattdessen bekam sie Stress und Ärger. Sie hat Anzeige wegen Urkundenfälschung erstattet. Jetzt reagiert Hermes auf die Vorwürfe.

Köln. Sarah R. (34) hat die Nase voll von Hermes. Sie bestellte einen Staubsauger. Doch alles, was sie zunächst bekam, war Stress und Ärger.

Kölnerin erstattet Anzeige: Hat ein Hermes-Lieferant ihre Unterschrift gefälscht?

Am 26. August soll ihr das Hermes-Paket angeblich zugestellt worden sein. Aber: „Das kann einfach nicht sein, weil ich bei der Physiotherapie war“, erklärt Sarah R. gegenüber EXPRESS.de. Ihren vollständigen Namen will die Kölnerin lieber nicht in der Zeitung lesen, ihrem Ärger aber dringend öffentlich Luft verschaffen. Denn auch in ihrem Umfeld, habe sie immer wieder von ähnlichen Fällen gehört. Nun sei der Bogen in Sachen Paket-Ärger überspannt.

Ein Hermes-Bote habe ihr Paket wohl ohne die Zustimmung der Kölnerin einfach abgestellt. Daraufhin sei es verschwunden. „Er hat es einen Tag später selbst zugegeben. Eine Unterschrift gab es da nicht. Komischerweise tauchte die aber auf, als ich den Staubsauger-Ersatz von Otto geliefert bekam“, so die Kölnerin irritiert.

Kölnerin (34) bekommt Ersatz-Lieferung und erstattet Anzeige gegen Hermes

Ihre angebliche Unterschrift habe sie selbst aber nie zu Gesicht bekommen. Auch die Firma, bei der sie den Staubsauger ursprünglich bestellt habe, nicht.

„Hermes hat der Firma nur mitgeteilt, dass ich das Paket gegengezeichnet hätte. Was nicht sein kann, da ich nachweislich bei der Physiotherapie war“, betont Sarah R. Sie habe dann eine eidesstattliche Erklärung abgeben müssen, um einen Ersatz zu bekommen. Was sie auch tat. Und nicht nur das:

„Ich habe Hermes nun angezeigt“, so die Kölnerin. Denn auf ihre diversen Nachfragen beim Kundenservice habe sie nur einmal jemanden erreicht – man würde sich kümmern, hieß es Ende August. Danach habe sie nie wieder jemanden an den Hörer bekommen. Und auch nichts mehr gehört.

In ihrem Umfeld habe sie sich weiter dazu ausgetauscht. Gefälschte Unterschriften von Lieferanten seien offenbar gang und gäbe, so auch die Behauptung diverser Kommentatoren bei Facebook, wo Sarah R. ihren Fall ebenfalls schilderte. Klar ist: Die Lieferanten stehen unter extremem Druck und müssen viele Pakete in wenig Zeit abliefern. Kommt es in diesem Zusammenhang zu Urkundenfälschungen? 

Hermes entschuldigt sich: „Fehler liegt auf unserer Seite“

EXPRESS.de hat Hermes mit den Vorwürfen konfrontiert und sich beim Unternehmen umgehört.

„Was die von Ihnen übersendete Sendungsnummer betrifft, so können wir nicht bestätigen, dass an dieser Stelle eine Unterschrift gefälscht wurde. Es erfolgte eine unterschriftslose Zustellung aufgrund einer vermeintlichen Ablagevollmacht. In diesem konkreten Fall hat die Recherche jedoch ergeben, dass eine besagte Vollmacht tatsächlich nicht vorgelegen hat. Auch, wenn es sich also nicht um Unterschriftfälschung handelt, handelt es sich jedoch mit Blick auf den oben dargelegten Zustellprozess klar um einen Fehler bei der Zustellung, der auf unserer Seite liegt. Dafür möchten wir uns in aller Form entschuldigen. Wir werden mit dem Servicepartner vor Ort in den Austausch gehen und dahingehend noch einmal sensibilisieren beziehungsweise nachschulen“, antwortet Hermes-Sprecherin Julia Kühnemuth auf die Anfrage.

Eine pauschale Aussage zu den erhobenen Vorwürfen könne das Unternehmen jedoch nicht treffen. Um ähnliche Probleme zukünftig zu vermeiden, rät Hermes den Kunden dazu, bei myhermes.de einen dauerhaften Ablageort zu bestimmten.

Kölnerin sauer: „Werde nicht mehr da bestellen, wo Hermes Zusteller ist“

Denn hier könne der „Wunsch Ablageort“ im Vorfeld klar festgelegt werden. Entweder „einmalig“ oder „dauerhaft.“ In beiden Fällen müsse zuvor eine schriftliche Ablagegenehmigung erteilt werden.

Doch die Kölnerin aus Dellbrück will zukünftig nicht auf dieses Angebot zurückgreifen. „Ich werde nirgendwo mehr bestellen, wo Hermes der Zusteller ist. Das habe ich jetzt gelernt“, so R. deutlich.

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