Es ist ein Thema, das polarisiert: Lastenfahrräder. Die einen lieben sie, die anderen verteufeln sie. Nun spricht eine Lastenradfahrerin über ihre tägliche Realität in Köln.
EXPRESS-Leserreporterin„Meine Realität als Lastenradfahrerin“
Aktualisiert
Lastenfahrräder gehören zum Kölner Stadtbild dazu – und sie werden immer mehr. Immer mehr Räder bedeuten aber auch, immer mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Und daran hapert es oft auf beiden Seiten.
Wie sehr das Thema euch beschäftigt, zeigen die zahlreichen Zuschriften, die EXPRESS.de dazu erreichen. Während sich Fußgänger und Fußgängerinnen über die zum Teil kreuz und quer abgestellten Radungetüme beschweren, während sich Autofahrende den knappen innerstädtischen Parkraum hart erkämpfen müssen, hat Mareike bei ihren Touren mit Hindernissen auf vier Rädern zu kämpfen.
Autos versperren Radwege in Köln
Der Radweg ist breit. Eigentlich perfekt, um mit dem Lastenfahrrad die täglichen Touren zu erledigen. Eigentlich – denn zur Realität von EXPRESS-Leserreporterin Mareike gehört auch ein anderes Bild, wie sie uns anhand eines Fotos zeigt.

Copyright: EXPRESS-Leserreporterin Mareike
Ein gewohntes Bild aus Sicht von EXPRESS-Leserreporterin Mareike: Ein Auto versperrt den Radweg. Die Lastenradfahrerin muss so auf die Straße ausweichen.
Mitten auf dem Radweg versperrt ein parkendes Auto den Weg. „Das hier ist meine tägliche Realität als Lastenradfahrerin in Köln!“, schreibt Mareike, die die einseitige Sichtweise der Lastenradgegner und Gegnerinnen sehr schwierig findet.
Sie selbst ist seit sechs Jahren mit Lastenrad in Köln unterwegs und kennt den Grund für das mangelnde Verständnis. „Meines Erachtens ist es problematisch, dass die gegenseitige Rücksichtnahme bei allen Verkehrsteilnehmern fehlt. Der SUV steht auf dem Radweg, das Lastenrad auf dem (meist viel zu engen) Fußgängerweg und die Fußgänger taumeln verpeilt auf dem Radweg rum“, sagt sie.
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Gegenseitige Schuldzuweisungen sind da fehl am Platze. Verständnis für den anderen sei gefragt. Und so weist Mareike darauf hin, dass es glücklicherweise sehr viele rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer und Teilnehmerinnen gibt. Sie ist überzeugt: „Kölner wollen Rad fahren.“ Doch die Infrastruktur sei ausbaufähig.
Die Stadt Köln kennt das Problem und will Abhilfe schaffen. So wurden in den vergangenen Jahren bereits vermehrt neue Abstellplätze für Lastenfahrräder, Leihräder und E-Scooter gebaut. Weitere sind geplant. Wo die Stadt allerdings nicht nachhelfen kann, ist beim gegenseitigen Verständnis füreinander... (susa)
