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Sturm in NRWZug kollidiert auf dem Weg nach Köln mit Baum – Fahrgäste evakuiert

Menschen kämpfen bei stürmischem Wetter mit ihren Regenschirmen.

Copyright: Alexander Schwaiger

Laut Deutschem Wetterdienst kommt es am Montag (30. März 2026) in ganz NRW zu Windböen (Archivfoto, aufgenommen am Kölner Dom). 

Aktualisiert:

Umgestürzte Bäume, blockierte Gleise, Behinderungen im Berufsverkehr: Starker Wind hat in NRW Schäden verursacht. Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun.

Durch heftige Windböen sind in Teilen Nordrhein-Westfalens Bäume auf Straßen und Bahnstrecken gestützt und behindern den Verkehr. Polizei und Feuerwehr warnen Autofahrer davor, dass zum Beginn des Berufsverkehrs noch größere Äste auf der Fahrbahn liegen könnten.

Auch in Köln ist die Feuerwehr am frühen Montagmorgen (30. März) zu Einsätzen ausgerückt. Laut Deutschem Wetterdienst sind noch bis zum Abend in ganz Nordrhein-Westfalen Windböen bis Stärke 7 möglich. Landesweit gilt die niedrigste Unwetter-Warnstufe.

Mehrere Bahnstrecken blockiert – RB27 in Richtung Köln evakuiert

Bei der Bahn gab es Probleme unter anderem zwischen Aachen und Herzogenrath. Ein Baum blockierte die Schienen, so dass Züge auf den Linien RE1, RE4, RE18, RB20 und RB33 nur eingeschränkt fuhren.

Auch zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen, zwischen Solingen und Hilden sowie zwischen Jüchen und Rheydt-Odenkirchen behinderten umgestürzte Bäume laut Bahn den Zugverkehr. Wie schnell die Schäden an den Gleisen behoben werden können, war zunächst unklar.

Jetzt die Hiobsbotschaft: Die Reparatur des Streckenabschnitts zwischen Jüchen und Rheydt-Odenkirchen wird laut Bahn wohl mehrere Tage dauern, da die Oberleitung durch den Baum stark beschädigt wurde. Betroffen sind die Züge der Linien RE8 und die RB27, die beide von Mönchengladbach über Köln nach Koblenz fahren. In der Nähe des Bahnhofs Rheydt-Odenkirchen war am frühen Morgen ein Zug (RB27) in Fahrtrichtung Köln mit einem umgestürzten Baum kollidiert. 30 Fahrgäste, die unverletzt blieben, mussten von Kräften der Feuerwehr evakuiert werden.

In der Zwischenzeit fahren zwischen Rommerskirchen und Mönchengladbach nur Ersatzbusse. Die Züge aus Richtung Köln enden in Rommerskirchen. Von dort geht es den Angaben zufolge nur mit Ersatzbussen weiter bis nach Mönchengladbach. Die Busse halten an allen Bahnhöfen auf der Strecke.

Wer direkt aus Köln nach Mönchengladbach fahren will, könne stattdessen zum Beispiel auf Züge der Linien RE6, RE7 oder S11 umsteigen. Weil diese Züge eine andere Strecke fahren, sind sie von der Sperrung nicht betroffen. Auch aus Neuss und Grevenbroich gebe es Möglichkeiten, über andere Strecken mit dem Zug nach Mönchengladbach zu kommen.

Sturmeinsätze auch in Mettmann und Köln

Wie die Polizei in Mettmann berichtete, hätten am Morgen viele Bürgerinnen und Bürger die Beamten alarmiert, weil Bäume umgestürzt waren. Dort führten die versperrten Straßen zu Rückstau und Verkehrsbehinderungen im frühmorgendlichen Berufsverkehr.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in Köln. Dort waren ebenfalls Bäume umgefallen und „einiges an Gestrüpp“ durch die Windböen losgerissen worden. Laut Feuerwehr hielt sich die Lage aber in Grenzen. Zwischen 5 und 6 Uhr sei es zu insgesamt drei Einsätzen gekommen. Die Kräfte rückten demnach nach Dünnwald (Am Kunstfeld), nach Eil (Rösrather Straße) und nach Höhenhaus (Berliner Straße) aus. 

Meldungen zu versperrten Straßen gab es am Morgen auch in Düsseldorf. Berichte über Verletzte durch umgestürzte Bäume gab es zunächst nicht. (mit dpa)

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