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11.000 Euro im MonatNur eine Tätigkeit: NASA-Angebot in Köln klingt nach Traumjob

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln sucht Freiwillige für eine Bettruhestudie. Das Foto zeigt einen Probanden im Bett mit einer Mitarbeiterin des DLR.

Köln – Einen ganzen Monat nur im Bett liegen und dafür sage und schreibe 11.000 Euro bekommen. Das klingt nach dem Traumjob schlechthin.

Genau das bietet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz jetzt an. Für eine erneute NASA-Bettruhestudie sucht das DLR noch 24 Probanden, zwölf Männer und zwölf Frauen.

DLR in Köln: 11.000 Euro für 30 Tage Bettruhe

Ganz so entspannt, wie es sich im ersten Moment anhört, ist die Studie jedoch nicht. „Die Teilnahme ist keine Kleinigkeit, sondern eine echte Herausforderung”, betont Projektleiter Edwin Mulder. „Aber es ist natürlich auch etwas Außergewöhnliches, bei einem Projekt mitzumachen, das so wichtig für die Raumfahrt ist. Unsere Probandinnen und Probanden sind Teil eines speziellen kleinen Clubs, der ‘terrestrischen Astronauten‘!”

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Es handele sich um reine Wissenschaft. Das Ziel der Studie ist, die Nebenwirkungen der Schwerelosigkeit im Weltraum für die Astronauten so gut es geht vorzubeugen oder zu vermeiden.

In der kommenden Studie, die einmal im April und im September 2021 stattfinden soll, geht es vor allem um die Auswirkungen auf die Sehfähigkeit. Die können bis zur temporären Weitsichtigkeit führen. Es soll vor allem die Wirkung eines Unterdruckzylinders von der Hüfte abwärts getestet werden.

Für die Probanden werden die Bedingungen aus dem Weltall so gut es geht nachgestellt. Dafür liegen sie 30 Tage lang ununterbrochen in sechs Grad Kopftieflage.

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Das Bett, in dem die Probanden 30 Tage lang liegen, ist um sechs Grad geneigt.

Insgesamt halten sich die Teilnehmer 59 Tage in der Luft- und Raumfahrtmedizinischen Forschungsanlage auf. Die ersten 15 Tage sind für die Eingewöhnung und die letzten 14 Tage für Erholung und die „Astronauten-Reha” eingeplant.

Strikter Tagesablauf in NASA-Bettruhestudie beim DLR in Köln

In dem Experiment müssen sich die Freiwilligen voll und ganz auf den Ablauf und die Mitarbeiter einlassen und ihnen vertrauen, erklärt Friederike Wütscher, Sprecherin des DLR. Der Tag sei genau durchgeplant. Ab sieben Uhr starten medizinische Untersuchungen sowie wissenschaftliche Tests und enden erst um 22 Uhr. Mittagsschlaf ist nicht erlaubt und es wird aufgegessen, was auf den Tisch kommt. Da für alle die gleichen Bedingungen herrschen, können auch keine Veganer oder Vegetarier teilnehmen, sagt Wütscher.

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Mit den Probanden werden zahlreiche wissenschaftliche Tests durchgeführt.

Das Liegen auf der Seite und dem Bauch ist durchaus gestattet, solange jederzeit eine Schulter auf der Matratze verbleibt. Der Toilettengang wird mit der Bettpfanne erledigt und zum Waschen erhalten die Probanden einen Duschkopf in die Hand. Bis auf diese sanitären Bedürfnisse werden sie durchgehend mit einer Kamera beobachtet, um den strikten Ablauf zu gewährleisten.

Probanden müssen gewisse Kriterien für die Studie erfüllen

Besuch ist nicht erlaubt. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich in einem Aufenthaltsraum mit den anderen Teilnehmern zu treffen und mit der Außenwelt zu chatten. „Es ist ganz wichtig, dass man teamfähig ist”, betont Wütscher.

Für die Bewerbung zu der Studie herrschen strikte Vorgaben. Die Teilnehmer müssen zwischen 24 und 55 Jahre alt sowie zwischen 1,53 und 1,90 Meter groß sein. Raucher oder Menschen mit Vorerkrankungen dürfen nicht teilnehmen. Zudem wird vorher in verschiedenen Tests die psychische Labilität untersucht.

„Unsere Tests dienen nicht nur der Weltraumforschung, sondern auch der gesamten Medizin”, erklärt Wütscher.

Ein besonderes Highlight gibt es zudem auch noch: In jeder Studie erhalten die Teilnehmer Besuch von einem echten Astronauten.