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„Skandalöses Versagen” Kölner Impf-Projekt in Brennpunkten erstmal gestoppt

Chorweiler_Impfen

Die Impf-Aktionen in den sozialen Brennpunkten, hier am 3. Mai in Chorweiler, gehen in Köln erst einmal nicht weiter.

Köln – Das Kölner Impfprojekt in den Brennpunkt-Vierteln bleibt vorerst auf Eis. „Es finden derzeit keine städtischen Impfaktionen in vulnerablen Sozialräumen statt“, erklärte eine Stadtsprecherin am Montag (10. Mai). Der große Knackpunkt: Die Frage, wie viele zusätzliche Impfdosen Köln vom Land NRW bekommt, ist noch nicht geklärt.

  • Köln: Brennpunkt-Impfungen vorerst auf Eis
  • Zahl der Impfdosen vom Land NRW noch offen
  • Aktion in Chorweiler sehr gut angenommen 

Am vergangenen Montag (3. Mai) hatte die Stadt Köln mit der Aktion begonnen, in Chorweiler waren hunderte Dosen des Impfstoffs Moderna mit einem Impfbus angeboten worden. Die Aktion wurde hervorragend angenommen, lange Schlangen hatten sich gebildet.

Impfen in Köln: Brennpunkt-Aktionen erstmal auf Eis gelegt

Auch die Sonderimpfungen in der Zentralmoschee der Ditib in Ehrenfeld am Samstag und Sonntag (8./9. Mai) sowie das Angebot am Kölnberg (Freitag/Samstag) wurden in Scharen aufgesucht.

Und jetzt? Stillstand. Zusätzlicher Impfstoff vom Land NRW, der Voraussetzung für das Kölner Vorgehen ist, lässt auf sich warten.

Impfdosen vom Land für Köln? Entscheidung steht an 

Das NRW-Gesundheitsministerium erklärte auf Anfrage, das „weitere Vorgehen mit Blick auf Stadtteilimpfungen“ in NRW werde – basierend auf den ersten Erfahrungen aus Köln – „in den nächsten Tagen fixiert“. Ein Erlass sei in Arbeit. In diesem Zusammenhang werde dann auch die Verteilung der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen mitgeteilt.

Bei der Kölner SPD sorgt die Lage für heftige Kritik an der Regierung. „Dass die so wichtige Impfkampagne in den benachteiligten Kölner Vierteln nun zu scheitern droht, liegt am skandalösen Versagen der Landesregierung von CDU und FDP, für mehr Impfstoff zu sorgen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Christian Joisten.

Brennpunkte in Köln: Zusätzliche Impfdosen sind unverzichtbar

Die zusätzlichen Impfdosen sind Teil der Strategie und für die Brennpunkt-Aktion unverzichtbar. Die Stadt impft „nebenbei" auch im Impfzentrum in Deutz weiter. Die Menschen in den sozialen Brennpunkten wurden zwar durch eine erhöhte Priorisierung in Impfgruppe 3 verlegt, sollen aber anderen, auch vulnerablen, Gruppen keine Impfstoffe wegnehmen.

Der Stadt Köln schweben für eine Fortführung der Aktion etwa 700 Impfdosen pro Tag vor, das bisherige Kontingent des Landes belief sich auf 1000 Dosen in der Woche. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte gefordert, Köln müsse erst einmal Erfahrungen mit dieser Art der Impfaktionen machen.

Da das nun passiert ist und kleine Erfolge verzeichnet werden konnten, liegt der Ball nun wieder beim Land. (red)

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