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„Können wir genauso!“  Kölner Tierarzt Olaf Behlert will in der Corona-Krise helfen

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Der Kölner Tierarzt Olaf Behlert möchte endlich mitimpfen! Hier steht er vor seiner Praxis in Riehl. 

Köln – „Wir wollen mitimpfen“, sagt der Kölner Tierarzt Olaf Behlert. Damit steht er nicht alleine da. Schon seit Tagen fordern Tierärzte endlich in die Impfkampagne eingebunden zu werden. Doch was muss passieren, damit die Tierärzte in Köln ihren Beitrag bei den Impfungen leisten können?

  • Tierärzte wollen bei Impfungen unterstützen
  • Kölner Tierarzt sagt, warum das wichtig ist
  • Tierarzt erklärt, welche Voraussetzungen noch fehlen

Kölner Tierarzt wünscht sich pragmatisches Impfen, wie in Amerika

Dr. Olaf Behlert hat während seiner bisherigen Laufbahn weltweit Zoos in der Elefantenhaltung beraten und war bis 2017 Zootierarzt im Kölner Zoo. Aktuell macht sich der erfahrene Veterinär dafür stark, dass die Tierärzte bald in die Impfkampagne eingebunden werden.

„Schon in Amerika wurde der Gedanke thematisiert, dass Tierärzte bei den Impfungen mithelfen können. Dort ist man wesentlich flexibler mit den Personen, die impfen können“, erklärt der Tierarzt gegenüber EXPRESS.

Doch das Problem sei immer noch, dass wir insgesamt nicht genügend Impfstoff haben.

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Der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Kölner Tierarzt Dr. Olaf Behlert in seiner Praxis auf der Boltensternstraße in Köln Riehl.

„Wenn wir an dem Punkt sind, an dem wir genug Impfstoff haben, dann wird es auch darauf ankommen, dass genügend Personal zur Verfügung steht, das impfen kann“, sagt Behlert weiter. Hier könnten die Tierärzte zusätzlich zum medizinischen Personal eine entscheidende Rolle spielen.

Kölner Tierarzt: „Impfen und spritzen, das können wir genauso gut“

„Wenn die Hausärzte, die Betriebsärzte und irgendwann auch die Zahnärzte impfen können, dann ist der Schritt auch nicht mehr weit, dass die Tierärzte unterstützend eingreifen können: Denn impfen und spritzen, das können wir genauso gut!“ betont Olaf Behlert.

Seine Idee: Die Impftermine könnten organisatorisch etwas entzerrt werden, weil die Impfungen dann zusätzlich in den Tierarztpraxen stattfinden würden.

Doch könnten manche Kölner Vorbehalte haben, wenn sie von jemandem geimpft werden sollen, der sonst vornehmlich Tiere behandelt?

Können Tierärzte die Kölner impfen? Kölner-Patienten mit wenig Vorbehalten

„Solche Vorbehalte habe ich bisher noch gar nicht zu hören bekommen. Im Gegenteil! Viele in meiner Praxis sagen bei der Behandlung ihrer Tiere etwas flapsig: Ihr könnt das doch genauso gut, dann kann ich mich ja gleich hier impfen lassen!“, so Behlert. 

Olaf Behlert hat seit der Corona-Krise in seiner Tierarztpraxis mehr Zulauf. Denn: Viele Kölner haben sich in dieser Zeit einen Hund oder eine Katze zugelegt.

Die Tierarztkammer Nordrhein sorgt sich unterdessen um die Impfungen für die Tierärzte. Denn Tierärzte haben in ihrem Berufsalltag auch mit vielen Herrchen und Frauchen – also mit Menschen zu tun – was in der Politik bei der Impf-Reihenfolge in Vergessenheit geraten sei.

Kölner Tierarzt: „Tierärzte müssen geimpft werden“

„In Schleswig-Holstein sind die Tierärzte sogar in Impfgruppe zwei, doch hier in Nordrhein-Westfalen wird man als Tierarzt nur als Privatperson und Risikopatient in der Impf-Reihenfolge berücksichtigt“, kritisiert Behlert.

„Als Standesvertretung sind wir seit Dezember 2020 aktiv bemüht, die notwendige Einstufung der genannten Berufsgruppen bei den zuständigen Ministerien zu erwirken. Bislang - und für uns unverständlich - ohne Erfolg“, erklärt René Kompaß, Geschäftsführer der Tierärztekammer Nordrhein dazu.

Klar ist: Nur geimpfte Tierärzte könnten sich an der Impfkampagne beteiligen. Die drei Vorrausetzungen dafür sind:

  • Genug Impfstoff
  • Geimpfte Tierärzte 
  • Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen

Der Kölner Tierarzt Olaf Behlert hofft, dass sich alle drei Bausteine dafür möglichst schnell zusammensetzen lassen und er mit seinen Kollegen bald eingreifen kann, um das Land schneller aus der Corona-Krise zu holen.