Chemieunfall in Köln Erfolg in der Nacht: Feuerwehr beendet Großeinsatz bei FrieslandCampina

Feuerwehrmänner und Männer in Spezialanzügen befinden sich vor einem Werk.

Die Kölner Feuerwehr war am Montag und Dienstag (13./14. September) mit starken Kräften bei der Firma FrieslandCampina im Einsatz. Mittlerweile ist der Einsatz beendet.

Der Großeinsatz am FrieslandCampina-Werk in Köln ist beendet. Am Montag war es zu einer versehentlichen Vermischung von Natronlauge und Ameisensäure in unterirdischen Tanks gekommen.  

Köln. Die Feuerwehr hat den Einsatz im Werk von Friesland Campina in Köln nach eigenen Angaben in der Nacht auf Mittwoch (15. September) erfolgreich beendet. Bei dem Milchproduzenten an der Geldernstraße waren am Montag aus ungeklärter Ursache Natronlauge und Ameisensäure in unterirdischen Tanks vermischt worden. Erste Versuche, den Inhalt aus den Tanks zu pumpen, waren noch fehlgeschlagen. Am Dienstagabend gelang das Vorhaben jedoch. 

FrieslandCampina in Köln: Feuerwehr kontrolliert gesamtes Werksgelände

Wie es zu der Fehlbefüllung kommen konnte, ist weiter unklar. Die Wehr war am Montag um 11.21 Uhr alarmiert worden. Gefahrstoffaustritt, so die Warnung. „Wir sind mit rund 60 Leuten vor Ort“, sagte Laschet auf EXPRESS-Nachfrage. Darunter auch Einsatzkräfte der Chemie-Abwehr. 

Als erste Kräfte vor Ort eintrafen, hatte die Betriebsleitung bereits dafür gesorgt, dass das gesamte Werksgelände geräumt wird. Zehn Mitarbeiter wurden nach einer notärztlichen Untersuchung ohne Symptome dennoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. 

Feuerwehrmänner in Chemieschutzanzügen erkundeten die Lage und stellten in direkter Umgebung der Tanks einen Temperaturanstieg fest, von dem aber keine Gefahr ausging. „Ein Produktaustritt wurde nicht festgestellt“, erklärte Wehrsprecher Ulrich Laschet.

Kurz nach dem Vorfall am Montag hatte auch die Warn-App Nina ausgelöst und vor einer Geruchsbelästigung gewarnt. EXPRESS-Mitarbeiter Peter Martens, der als Radfahrer unterwegs war, konnte den Gestank bestätigen. „Ich stand vorhin auf der Boltensternstraße in Richtung Friedrich-Karl-Straße an der Ampel, und es roch – mit Verlaub – über hunderte von Metern sehr aufdringlich nach Erbrochenem bzw. verrottenden Lebensmitteln“, erzählte er. 

Bereits Montagnachmittag war klar, dass der Vorfall die Wehr noch mehrere Stunden beschäftigen wird. So war sie auch am Dienstag weiter mit starken Kräften vor Ort. Nun konnte das Gelände wieder an den Betreiber übergeben und die Sperrungen aufgehoben werden. Das Stoffgemisch, das während des gesamten Einsatzes überwacht wurde, muss nun vom Betreiber entsorgt werden. (iri)

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