Auto, Fleisch, Urlaub Verzicht? So öko sind die Kölner wirklich

Autos stehen auf der Inneren Kanalstraße im Stau.

Kölnerinnen und Kölner möchten ungern auf ihr Auto verzichten, das besagt eine aktuelle Umfrage der FOM-Hochschule. Hier ein Foto vom Stau auf der Inneren Kanalstraße von 2019. 

Wie ökologisch sind die Kölnerinnen und Kölner drauf? Dieser Frage sind Studierende der FOM-Hochschule nachgegangen und haben eine Umfrage durchgeführt – mit spannenden Ergebnissen.

Köln. Starkregen, Überflutungen und zunehmende Erderwärmung: Die dramatischen Folgen des Klimawandels zeigen sich Jahr für Jahr deutlicher. Doch wie stehen die Menschen in Köln zur Klimakrise? Und vor allem: Inwiefern sind sie bereit, sich zum Schutz der Natur und Umwelt im Alltag einzuschränken?

FOM-Studenten mit Umfrage zum Öko-Verhalten der Kölner

In der aktuellen Umfrage von Studierenden der FOM Hochschule unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie und Statistik wurden 655 Kölnerinnen und Kölner zu ihrer ökologischen Einstellung befragt.

Das Ergebnis der FOM-Umfrage zeigt: Die überwiegende Mehrheit geht davon aus, dass wir aktuell auf eine ökologische Katastrophe zusteuern. Umso überraschender ist es, dass ein Großteil der Kölnerinnen und Kölner das eigene Verhalten in Bezug auf Ernährung, Mobilität und Reisen nicht ändern will. Hier die wichtigsten Umfrage-Ergebnisse im Überblick:

  • Tierprodukte: Keine Lust auf Verzicht Dass die industrielle Tierhaltung zum Klimawandel beiträgt, ist weithin bekannt. Dennoch werden Würstchen, Schnitzel und Co. auch in Zukunft auf den meisten Tellern landen: Nur 39 Prozent der befragten Kölnerinnen und Kölner werden versuchen, der Umwelt zuliebe vermehrt auf Fleisch zu verzichten – damit liegen sie immerhin über dem Bundesdurchschnitt (35%). Noch weniger haben vor, sich beim Konsum von Tiererzeugnissen wie Käse, Milch und Eiern (31%) einzuschränken.
  • Kölner setzen auf Autos und Flieger statt Bus und Bahn Auch beim Thema Mobilität zeigt sich in der Domstadt nur bedingt die Bereitschaft, auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen: Zwar möchten 60 Prozent der befragten Kölnerinnen und Kölner versuchen, mehr zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen, aber nur 43 Prozent planen fest, das Auto in Zukunft öfter stehen zu lassen. Zudem gaben 66 Prozent an, nicht oder nur teilweise auf Urlaubsflüge zugunsten eines Urlaubs in der Region verzichten zu wollen – bei der jungen Generation Z (12-24 Jahre) sind dies sogar 86 Prozent.
  • Kölner sind sich einig: Mehrheit glaubt an ökologische Katastrophe Dabei sind sich die Menschen in Köln der ökologischen Krise und ihrer möglichen Konsequenzen durchaus bewusst: Drei von vier Befragten (76%) sind davon überzeugt, dass die Menschheit schon bald eine große ökologische Katastrophe erlebt – sollten die Dinge weiterlaufen wie bisher. 33 Prozent sind ganz besonders pessimistisch: Sie glauben nicht daran, dass der menschliche Einfallsreichtum die Bewohnbarkeit der Erde sicherstellen wird. Demgegenüber hält jeder Fünfte (20%) die ökologische Krise für stark übertrieben.
  • Gute Vorsätze beim Energieverbrauch und Kaufverhalten Immerhin: In einigen Bereichen sind die Kölnerinnen und Kölner bereit, ihr Verhalten zum Wohle der Natur zu ändern – beispielsweise, wenn es um den Energieverbrauch geht: So hat sich die Mehrheit für die Zukunft fest vorgenommen, sparsamer mit Beleuchtung (70%) und Wasser (69%) umzugehen sowie niedrigere Temperaturen beim Waschen und Heizen einzustellen (jeweils 60%). Ein Großteil überdenkt auch das eigene Kaufverhalten: Rund acht von zehn Befragten (79%) planen, vermehrt auf qualitativ hochwertige Produkte mit längerer Haltbarkeit zu setzen. 66 Prozent möchten außerdem öfter versuchen, beschädigte Dinge zu reparieren. Mehr als die Hälfte (55%) der Kölner Bürgerinnen und Bürger hat den Vorsatz gefasst, grundsätzlich weniger zu kaufen.

Kölner Öko-Verhalten: FOM-Hochschule mit Umfrage

Seit 2013 führt das ifes Institut für Empirie und Statistik der FOM- Hochschule Sommerumfragen mit dem Fokus auf gesellschaftliche Verhaltensweisen durch. Die Auswertung der aktuellen Umfrage für Gesamtdeutschland wie auch für Köln können Sie noch einmal auf der Website der Hochschule nachlesen. 

Mit über 57.000 Studierenden ist die FOM, Deutschlands Hochschule für Berufstätige, eine der größten Hochschulen Europas.

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