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Er hat die Promis am Haken Kölns „Fishing King” erklärt den Corona-Angel-Hype

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Hubertus Massongs (29) bringt den Promis das Angeln bei.

Köln – Angeln ist in den letzten Jahren zu einer absoluten Trendsportart geworden. Etwa sechseinhalb Millionen Deutsche gaben laut des Statistik-Portals „Statista“ bereits in diesem Jahr an, mindestens ab und zu angeln zu gehen.

Zahlreiche Promis, wie Rapper Marteria haben das Angeln zu ihrem Hobby gemacht und teilen ihre Abenteuer über Social Media. „Das ist einer der Gründe, warum es immer mehr Angler gibt”, erklärt Hubertus Massong.

Kölner „Fishing King” bringt Promis das Angeln bei

Der 29-Jährige ist Kölns „Fishing-King”. Der Gründer der größten Online-Angelschule Europas, mit Sitz an den Kölner Ringen, hatte bereits einige Promis am Haken. Rapper, Fußballer, Youtuber sowie Politiker machten bei ihm ihren Angelschein.

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Den 2,23 Meter langen Wels zog Hubertus (links) an der Angel unter Wasser.

Gerade jetzt in den Monaten der Corona-Pandemie habe sich der Hype noch einmal gesteigert, erzählt Massong. „Wir werden in diesem Jahr wahrscheinlich 40.000 Angler ausbilden.” Aufgrund der Online-Kurse passe das Konzept mit den Corona-Auflagen zusammen.

Aber nicht nur das ist der Grund, warum die Sportart momentan einen solchen Boom erlebt. „Das Klischee, dass man ruhig im Campingstuhl am Wasser hockt, ist totaler Quatsch”, betont Massong. Generell sei es ein Mythos, dass man dabei keinen Ton von sich geben dürfe. „Bis auf wenige Arten haben Fische ein sehr schlechtes Hörorgan”, klärt er auf.

Angeln sei ein Abenteuer geworden. Man verbringe viel Zeit mit Freunden am und im Wasser sowie auf dem Boot. „Das Beste ist aber der absolute Adrenalinkick, wenn man einen Fisch fängt”, sagt Massong. Der Angler wisse nie, wie groß der Fisch sei und ob er ihn überhaupt aus dem Wasser bekommt. Oft gewinnen auch die Fische und befreien sich, kurz bevor sie an Land geholt werden.

Angel-Hype bei Marteria, Christian Lindner & Co.

Dieses Abenteuer scheint auch die Promis in den Bann des Angelns gezogen zu haben. Rapper Marteria zeigt dies zum Beispiel über einen eigenen Instagram-Kanal. Neben ihm haben auch unter anderem Ex-Bayern-Profi Julian Green oder vor kurzem erst Politiker Christian Lindner bei „Fishing-King“ ihren Schein gemacht.

Auch Hubertus Massong dokumentiert in seinem YouTube-Kanal für fast 100.000 Abonnenten seine Angelabenteuer. Neben seinem Job hat der Outdoor-Sport auch privat eine große Bedeutung für ihn. „Das Angeln hat mich in meiner Jugend von der schiefen Bahn abgehalten”, erinnert er sich.

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Aufgewachsen in einem Kinderheim in der Voreifel hat er mit neun Jahren seine erste Angel von einem seiner Erzieher geschenkt bekommen. Daraufhin verbrachte er viel Zeit in Angelläden und fing mit 16 Jahren schließlich an, dort zu arbeiten und später auch Angelkurse zu geben. Daraus entwickelte sich dann auch sein Unternehmen „Fishing King”.

Abenteuer und Promis verursachen den Angel-Trend

Einen seiner prägendsten Angelmomente erlebte er erst vor Kurzem auf einem Trip in Norwegen. Dort fing er einen seiner absoluten Traumfische, wie er berichtet: einen norwegischen Steinbeißer. „Er ist sehr schwer zu fangen, weil er am Boden lebt. Aber als wir ihn dann hatten, sind wir auf dem Boot vollkommen ausgerastet und uns in die Arme gesprungen.”

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„Mein norwegischer Traumfisch”, sagt Hubertus über den Steinbeißer, den er endlich gefangen hat.

Angeln habe aber neben dem Abenteuer auch eine weitere wichtige Bedeutung. „Angler sind Naturschützer”, hebt Massong hervor. Sie lernen, welche Fische gefangen werden dürfen und räumen nebenbei jeglichen Müll aus den Gewässern.

Für diejenigen, die das Angeln auch ohne Schein einmal ausprobieren wollen, hat er einen Tipp. In wenigen Bundesländern, wie zum Beispiel Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen gibt es Touristenscheine gegen eine kleine Gebühr. Jedoch gelte es hier, auf die unterschiedlichen Bedingungen zu achten. So könne man für ein paar Tage den Trendsport ausprobieren.

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