Ein neuer Kaffee-Anbieter aus China startet mit Kampfpreisen ab 99 Cent durch, auch in Köln. Das hat seine Schattenseiten.
Erste Filialen auch bei unsBillig-Riese aus China greift an – Kölner Shops in Gefahr?

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Eine Filiale von Cotti Coffee in Berlin. Erste Filialen eröffnen in Köln.
Aktualisiert
Der deutsche Kaffeemarkt, der gerade extrem boomt, bekommt Konkurrenz aus Fernost. Cotti Coffee, ein neuer Gigant aus China, macht seine ersten Läden in Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf auf.
Das Vorgehen ähnelt dem von Billig-Modeanbietern wie Shein. Mit Kampfpreisen wird direkt Jagd auf Branchenriesen wie Starbucks gemacht. Für einen Espresso werden nur 99 Cent fällig, ein Cappuccino kostet 2,97 Euro. Das berichtet „t-online“.
Cotti Coffee: Mega-Kette mit schon 18.000 Filialen
Die Expansion ist gigantisch: Starbucks (gegründet 1971) betreibt circa 40.000 Läden, doch Cotti Coffee hat es in bloß vier Jahren geschafft, schon 18.000 Filialen in 28 Ländern zu eröffnen.
Die Geschäftsidee basiert auf einem Minimum an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Bestellungen, die ausschließlich per App erfolgen. Zudem sind auch die Filialen eher winzig, um Miete zu sparen.
Mitbewerber schauen da mit Skepsis auf die niedrigen Preise. „Für uns wär das nicht machbar“, sagt Dirk Barthelmeß, Mitinhaber der Kölner Rösterei und Kaffeebar Moxxa Caffè, dem WDR. Dafür seien die Kosten im Hintergrund zu hoch, etwa für Räumlichkeiten und Mitarbeiter. Auch der Kaffee sei zuletzt teurer geworden.
„Gerade für die Kleinen wird es wahrscheinlich noch härter“
Das könnte für so einige Kölner Konkurrenten zum Problem werden, meint ein Wirtschaftsjournalist im WDR. „Viele kleine Coffeeshops bei uns kämpfen sowieso schon mit Mieten, Personal und Energiekosten. Genau da sticht Cotti rein. Gerade für die Kleinen wird es wahrscheinlich noch härter.“ Eine andere Schattenseite sei, dass Cotti nicht viel über die Herkunft der Kaffeebohnen verrät.
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Laut dem Urteil der „Financial Times“ ist das chinesische Unternehmen „einen Schritt voraus, in Bezug auf lokale Trends, einschließlich Automatisierung – und bietet zudem viel günstigeren Kaffee an“.
Der Triumph basiert demnach nicht so sehr auf dem Kaffee selbst, sondern vielmehr auf der cleveren Digital-Strategie. Das beweist auch eine Aktion in den sozialen Medien, bei der es ein Gratisgetränk gibt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

