23 Verletzte in Ostheim Massenschlägerei in Realschule: Wie kam es dazu?

Der Hof des Ostheimer Schulzentrums: Die Polizei setzte bei der Schlägerei Tränengas ein. 20 Schüler mussten mit Atemwegsreizungen behandelt werden.

Der Hof des Ostheimer Schulzentrums: Die Polizei setzte bei der Schlägerei Tränengas ein. 20 Schüler mussten mit Atemwegsreizungen behandelt werden.

Köln – Das Schulzentrum Ostheim gegen 14 Uhr: Ein Riesenaufgebot von Polizei und Rettungskräften. Der Streit zweier Schüler ist zur Massenkeilerei eskaliert. Der ältere Bruder (23) einer Schülerin der Albert-Schweitzer-Realschule schlägt den Erdkundelehrer k.o.!

Anlass soll eine rassistische Bemerkung einer Mitschülerin gegenüber einer aus dem Kongo stammenden Realschülerin (14) gewesen sein. Die ruft daraufhin in der Pause ihre Schwester und Mutter (47) per Handy hinzu. Die beiden rücken mit dem älteren Bruder im Schlepptau an. „Die Schulleitung hat die Familie sofort von der Schule verwiesen. Aber sie blieb trotzdem“, sagt Polizeieinsatzleiter Jörg Bohl.

Und dann ging es erst richtig los: „Der ältere Bruder trat eine Tür ein und schlug wahllos um sich“, sagte eine Mitschülerin. Ein Erdkundelehrer versuchte, ihn aufzuhalten. „Er wurde von ihm mit der Faust k.o. geschlagen“, so Bohl. Lehrer, Schüler und der stellvertretende Schulleiter gerieten in die Randale.

Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an. Da sich die Familie aus dem Kongo mittlerweile auf dem Gelände verteilt hatte, und überall Randale war, griffen die Beamten zu Pfefferspray. Das verbreitete sich schnell: Viele Schüler bekamen es in Augen und Nasen.

Die Bilanz: 20 Schüler mit Atemwegsreizungen – einige kamen ins Krankenhaus – zudem zwei verletzte Lehrer. Und: „Auch ein Beamter wurde niedergeschlagen und leicht verletzt“, so Bohl.

Der 23-jährige Schläger muss sich wegen Körperverletzung und Widerstands verantworten; auch gegen die Mutter wird wegen „versuchter Gefangenenbefreiung“ ermittelt.

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