Hier wird’s heiß und ehrlich. So offen war eine Generation selten und doch fällt ihr genau eine Sache am schwersten: echte Nähe. Der neue Hinge Gen Z D.A.T.E. Report 2025 zeigt, dass junge Erwachsene sich nach emotionaler Verbindung sehnen, sie beim Dating aber oft nicht ansprechen. Nicht aus Desinteresse – sondern aus Angst.
Gen Z traut sich nichtWarum Dating heute an Verletzlichkeit scheitert

Copyright: Louisa Noack / DALL:E
Immer online und unterwegs, aber schüchtern. Die Gen Z Daten auf jeden fall anders als Millenials und Boomer.
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Die Fakten in Kürze
84 Prozent der Gen Z wünschen sich mehr emotionale Nähe beim Dating
35 Prozent wissen nicht, wie sie ein tieferes Gespräch beginnen sollen
Viele vermeiden persönliche Themen aus Angst vor Zurückweisung
Nähe scheitert häufiger an Unsicherheit als an fehlendem Wunsch
Der Wunsch nach Nähe ist da
Laut Report ist der Wunsch nach emotionaler Verbundenheit unter jungen Dating-Singles außergewöhnlich hoch. Nähe, Ehrlichkeit und Tiefe werden klar benannt – gleichzeitig berichten viele, dass sie genau diese Themen nicht aktiv ansprechen. Der Grund ist kein mangelndes Interesse, sondern Zurückhaltung. Viele Befragte geben an, Angst zu haben, „zu viel“ zu sein oder ihr Gegenüber zu überfordern. Statt Nähe zu riskieren, bleiben Gespräche oft an der Oberfläche.
„Viele wissen, was sie wollen“
Auch im exklusiven Interview wird diese Diskrepanz deutlich. Anouk Algermissen, Dating- und Beziehungsexpertin bei Hinge, erklärt: „Gen Z weiß sehr genau, dass sie sich emotionale Nähe wünscht. Gleichzeitig fehlt vielen das Gefühl, dafür die richtigen Worte zu haben oder den richtigen Moment zu erkennen.“ Gerade zu Beginn eines Kennenlernens wird emotionale Offenheit oft als Risiko wahrgenommen. Nähe wird nicht vermieden, weil sie unwichtig ist – sondern weil sie verletzlich macht.
Angst vor Zurückweisung bremst echte Gespräche
Der Report zeigt: Ein erheblicher Teil der Gen Z hält sich bewusst zurück, um Ablehnung zu vermeiden. Tiefere Fragen werden aufgeschoben oder ganz vermieden, aus Sorge, das Gegenüber könnte abspringen. Viele junge Datende warten darauf, dass ihr Gegenüber den ersten Schritt macht. Laut Hinge-Report führt dieses gegenseitige Zögern dazu, dass Nähe gewünscht, aber selten aktiv angesprochen wird. Das Ergebnis: Dates bleiben freundlich, korrekt, aber emotional unverbindlich.
Nähe ist kein Skill, sondern Mut
Besonders auffällig: Die Unsicherheit betrifft nicht nur romantische Themen, sondern bereits den Einstieg in persönlichere Gespräche. 35 Prozent der Befragten geben an, nicht zu wissen, wie sie emotionale Tiefe überhaupt ansprechen sollen. Der Report macht deutlich: Gen Z ist reflektiert, kennt ihre Bedürfnisse, aber ihr fehlt oft die Sicherheit, diese im Dating-Kontext zu äußern. Nähe wird nicht abgelehnt, sondern auf später verschoben.
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FAQ: Was der Report zeigt
Will Gen Z überhaupt feste Beziehungen?
Ja. Der Wunsch nach emotionaler Nähe ist deutlich ausgeprägt.
Warum entstehen trotzdem viele oberflächliche Dates?
Weil viele Angst haben, sich zu früh zu öffnen oder abgelehnt zu werden.
Fehlt es an Kommunikationsfähigkeit?
Nicht grundsätzlich, sondern an Sicherheit im richtigen Moment.
Was blockiert Nähe am stärksten?
Die Sorge, verletzlich zu sein und damit ein Risiko einzugehen.
Kein Mangel an Tiefe
Der Hinge Gen Z D.A.T.E. Report 2025 zeigt keinen Mangel an Tiefe, sondern einen Mangel an Mut. Nähe ist gewollt, aber sie wird selten eingefordert. Dating scheitert nicht an fehlenden Gefühlen, sondern daran, sie auszusprechen. Gen Z weiß, was sie will. Jetzt geht es darum, sich auch zu trauen, es zu sagen.



