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Erdbeben erschüttert die Eifel: Epizentrum lag in acht Kilometern Tiefe

Bonn_Laacher See

Rund um den Laacher See kommt es immer wieder zu Erdstößen, Gasblasen steigen im See, einem ehemaligen Vulkan, auf.

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picture-alliance/ dpa

Koblenz/Neuwied -

Gläser klirrten, Betten wackelten. Anwohner berichten, dass schlafende Wellensittiche von der Stange fielen: Um 5.14 Uhr morgens hat ein Erdbeben die Osteifel erschüttert.

Epizentrum in acht Kilometern Tiefe

Mit einer Stärke von 2,8 war es das stärkste Erdbeben seit November 2012. Das Epizentrum lag in Dieblich in acht Kilometern Tiefe. Erschütterungen waren bis zu 20 Kilometer vom Epizentrum entfernt zu spüren: Menschen im Neuwieder Becken zwischen Koblenz und Andernach, in weiten Teilen der Osteifel, einigen Orte im Hunsrück, Westerwald und Mittelrheintal bemerkten „Vibrationen“, aber auch „ein tiefes Grollen“, wie sie auf der Seite „Erdbebennews.de“ meldeten.

Erdkrusten haben sich verschoben

Professor Georg Wieber vom Landesamt für Geologie und Bergbau in Rheinland-Pfalz erklärt, dass ein Erdbeben mit der Stärke 2,8 „nicht ganz so häufig vorkommt“. Ab einer sogenannten Magnitude von 2 spürten Menschen solch ein Beben. 

Das aktuelle Erdbeben sei durch die „Verschiebung von Erdkrusten“ entstanden. „Da baut sich dann Spannung auf“, erklärt der Wissenschaftler. Wiebers Fazit: „Bei diesem Ereignis war es ein bisschen mehr als üblich, aber es war nicht besorgniserregend.“

Der Laacher See blubbert

In der Eifel kommt es auch immer wieder zu vulkanischen Aktivitäten, zu Bewegungen in der Erdkruste. Der Laacher See ist ein ehemaliger Vulkan, der See „blubbert“, weil Gase aufsteigen.

Im Bereich des Laacher Sees sind immer wieder kleinere Erdstöße zu bemerken – wie auch am Montagmorgen (hier lesen Sie mehr dazu).