FC-Neuzugänge Meyer & Dennis Chancen überwiegen Risiko: Heldt holt maximale Qualität

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Sportchef Horst Heldt hat beim 1. FC Köln personell noch einmal nachgelegt. Er holte den Ex-Schalker Max Meyer und den Nigerianer Emmanuel Dennis zum FC.

Köln – Der 1. FC Köln hat personell noch einmal nachgelegt, um im Bundesliga-Abstiegskampf zu bestehen. Mit dem Nigerianer Emmanuel Dennis (23) und dem Ex-Schalker Max Meyer (25) stießen zwei Kicker mit Potenzial zum Team von Coach Markus Gisdol (51). Beide Profis sammelten zuletzt allerdings wenig Spielpraxis. Waren die Verpflichtungen der beiden Offensivspieler deswegen womöglich zu riskant? Nein – findet unser Autor. Ein Kommentar.

1. FC Köln verstärkt sich mit Emmanuel Dennis und Max Meyer

Der 1. FC Köln geht gestärkt in den Keller-Krimi gegen Arminia Bielefeld.

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Mit Max Meyer und Emmanuel Dennis hat Sportchef Horst Heldt zwei Neuzugänge verpflichtet, die für den FC in seiner derzeitigen Situation im Normalfall unerreichbar gewesen wären – sportlich wie finanziell.

Normalfall heißt: Wenn beide Spieler bei ihren Klubs nicht in einer Sackgasse gesteckt hätten. Meyer und Dennis haben in den vergangenen beiden Monaten zusammengerechnet drei Pflichtspiele absolviert, heuerten quasi ohne jegliche Spielpraxis am Geißbockheim an.

Transfers des 1. FC Köln mussten mit Risiko verbunden sein

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Max Meyer (l.) und Emmanuel Dennis am Mittwoch im Training des 1. FC Köln. Die beiden sollen beim FC die spielerischen Mängel in der Offensive beheben.

Natürlich sind die Transfers, die entscheidend zum Klassenerhalt beitragen und augenscheinliche Schwächen im Offensivspiel beheben sollen, dadurch mit Risiko verbunden. Aber die Chance – die Qualität, die der FC dazugewinnen könnte – überwiegt doch extrem.

Es darf stark bezweifelt werden, dass Heldt mit den finanziellen Mitteln des FC noch mehr individuelle Klasse hätte verpflichten können.

Hätte der FC-Sportchef jemanden verpflichten wollen, der zuletzt regelmäßiger gespielt hat, hätte er in Sachen Qualität in ein ganz anderes Regal greifen müssen. Dann wäre die Gefahr groß gewesen, nur einen Mitläufer zu holen, was die Mannschaft nicht weitergebracht hätte. Oder wie Heldt es zuletzt ausdrückte: „Wir brauchen keine Nummer 28 oder 29.“

Können Meyer und Dennis ihr Potenzial auch nur annähernd abrufen, steht ihnen im Kölner Kader ohne Zweifel eine einstellige Nummer zu. Meyer war über Jahre ein Unterschiedsspieler in der Bundesliga, Dennis Doppeltorschütze in der Champions League gegen Real Madrid – beide dürfen sich zudem Nationalspieler nennen.

1. FC Köln: Neue Euphorie durch Transfers?

Heldt, dessen Sommer-Transfers mehrheitlich hinter den Erwartungen zurückblieben, könnte es gelingen, eine neue Euphorie im tristen Abstiegskampf zu entfachen. Im und um den Verein. Zumal Meyer und Dennis eine hohe Eigenmotivation haben, beide müssen wie der FC zurück in die Spur finden, sollen ihre Karrieren nicht weiter stagnieren.

Und im Winter-Transferfenster auf einen vielversprechenden Profi mit wenig Spielpraxis zu setzen, hat bekanntlich vor einem Jahr schon einmal bestens funktioniert. Damals kam Mark Uth nach langer Verletzungspause und war sofort Leistungsträger. Im bisherigen Saisonverlauf wurde er schmerzlich vermisst…

Heldt geht mit seinen Transfers folglich den aussichtsreichsten Weg, hat ein starkes Signal gesetzt und dem FC in der Theorie ein deutliches Upgrade verpasst. Ab Sonntag geht es an die alles entscheidende Praxis.

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