Ein Funken Hoffnung ist erloschen. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Verschwinden von Flug MH370 wurde eine erneute Suchaktion ohne Ergebnis abgebrochen. Für die Familien der 239 Insassen geht das quälende Warten weiter.
MH370-TragödieErneute Suche nach Wrack endet erfolglos – niederschmetternde Nachricht für die Angehörigen

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Die Familien der Opfer warten seit zwölf Jahren auf Antworten. (Archivbild)
Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Demnach hat die auf Tiefsee-Erkundungen spezialisierte Firma Ocean Infinity das Suchgebiet im Indischen Ozean verlassen, ohne frische Anhaltspunkte zum Verbleib des Flugzeugs gefunden zu haben. Dies gab der Chef des Unternehmens, Oliver Plunkett, bekannt. Für die Hinterbliebenen der Opfer bedeutet dies, dass es weiterhin keine Klarheit gibt.
Was geschah am 8. März 2014?
Die Maschine von Malaysia Airlines befand sich auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking, als sie am 8. März 2014 unvermittelt von den Radarschirmen verschwand. Spätere Auswertungen technischer Daten ergaben, dass der Jet aus einem unbekannten Grund von seiner geplanten Flugroute abgewichen war.
Bis zum heutigen Tag zählt der Verlust der Boeing 777 zu den größten Rätseln der Luftfahrt. Lediglich einige Dutzend Bruchstücke wurden an verschiedenen Küsten an Land gespült. Vom Hauptrumpf des Flugzeugs, den Passagieren und der Besatzung aus 14 Ländern sowie dem wichtigen Flugdatenschreiber fehlt nach wie vor jede Spur.
Trotz modernster Technik: Keine Spur vom Flugzeug
Das Forschungsschiff der Firma verließ das Areal bereits am 23. Januar. Seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2018 hat Ocean Infinity nach eigenen Angaben 151 Tage auf See zugebracht und dabei mehr als 140.000 Quadratkilometer des Meeresbodens untersucht.
„Das Ausmaß der Herausforderung – sowohl geografisch als auch technologisch – ist kaum zu begreifen“, erklärte Plunkett. Trotz des Einsatzes von Hightech, Robotik und autonomen Systemen war es nicht möglich, die verschollene Maschine zu orten. Dennoch sei auch die gescheiterte Suche von Bedeutung: Man wisse jetzt mit Gewissheit, dass sich das Wrack nicht in den untersuchten Zonen befindet.
Gibt es doch noch Hoffnung auf Antworten?
Ocean Infinity machte zugleich deutlich, weiterhin an einer Fortsetzung der Suche interessiert zu sein. Man kooperiere mit der Regierung in Malaysia, um die Mission eventuell wieder aufzunehmen, „wenn die Umstände es erlauben“.
Das Unternehmen hatte mit der malaysischen Regierung einen Vertrag nach dem Prinzip „Kein Fund, keine Bezahlung“ ausgehandelt. Bei anderen Operationen war die Spezialfirma schon erfolgreich: So fanden ihre Mini-Unterwasserfahrzeuge 2018 das verschollene argentinische U-Boot „ARA San Juan“ und im Jahr 2019 das seit 50 Jahren vermisste französische U-Boot „Minerve“. Der Fall MH370 aber bleibt ungelöst.
Für die Familien der 239 Opfer geht das Warten auf Antworten also weiter – eine Zerreißprobe, die auch nach über einem Jahrzehnt nicht endet. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

