Ein irres Schauspiel am Nachthimmel! Am Sonntagabend sorgte eine glühende Kugel für Aufsehen in Westdeutschland. In Koblenz gab es dann den Schock: Ein Brocken aus dem All traf ein Wohnhaus. Was war da los?
Himmels-SpektakelFeuerkugel kracht in Hausdach
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Die glühende Erscheinung am Himmel war laut der Nachrichtenagentur dpa extrem weit zu sehen. Carolin Liefke, die Vize-Leiterin vom Haus der Astronomie in Heidelberg, sagte: „Hunderte Kilometer entfernt habe man sie noch sehen können“. Meldungen über das Phänomen kamen sogar aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und der Schweiz.
Die Wissenschaftlerin hat das Spektakel durch Zufall selbst miterlebt und nannte es ein „schönes Lichtspektakel“. Das Objekt am Firmament war für einige Sekunden sichtbar.
So selten sind Einschläge auf der Erde wirklich
Der Zwischenfall in Koblenz (Rheinland-Pfalz) war mehr als nur ein Hingucker: Ein Meteorit durchschlug dort das Dach eines Hauses. Doch die Fachfrau gibt trotz des Einschlags Entwarnung.
Laut Liefke sind die Bruchstücke im Grunde völlig harmlos. Es seien, simpel ausgedrückt, gewöhnliche Steine, nur dass sie aus dem Kosmos stammen.
Gelangt ein Meteoroid aus dem Weltraum in die Atmosphäre der Erde, zerbricht er häufig in zahlreiche kleine Fragmente. Manche verglühen, andere erreichen den Erdboden – diese nennt man dann Meteoriten. Fachleuten nach kommen sie überwiegend aus dem Asteroidengürtel, der sich zwischen Mars und Jupiter befindet. Sie gelten als milliardenalte Relikte aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems.
Dass solche Gesteinsbrocken die Erde treffen, kommt nur sehr selten vor. Der letzte bekannte Fall in Deutschland ereignete sich im April 2023, als bei Elmshorn diverse Stücke eines Meteoriten niedergingen.
Das schwerste Teil war ein etwa 3,7 Kilogramm schweres Fragment. Es wurde damals als der massivste Meteoritenfund in Deutschland seit ungefähr 100 Jahren eingestuft. (red)
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