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Schock am RheinTote Aale angeschwemmt – auch in Köln

Blick auf den Rhein und die Poller Wiesen (Archivfoto)

Copyright: Uwe Weiser

Blick auf den Rhein und die Poller Wiesen (Archivfoto)

Die Aale sterben – und das direkt vor Kölns Haustür. Was hinter dem dramatischen Fund steckt, lässt Experten aufhorchen.

Was für ein grausiger Anblick! Hunderte tote Aale treiben derzeit am Rheinufer – und das Massensterben macht auch vor unserer Stadt nicht halt.

Neben Düsseldorf wurden ähnliche Funde auch in Köln und Bonn gemeldet. Der Rhein-Abschnitt vor unserer Haustür wird zur Todesfalle für die seltenen Fische!

Tote Aale im Rhein – auch in Köln

Biologe Andreas Scharbert vom Rheinischen Fischereiverband erklärt gegenüber dem WDR: „Sie müssen an vielen Wasserkraftstandorten vorbei und kommen dabei oft mit Turbinen in Kontakt.“

Und weiter: Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass die Aale genau daran gestorben seien. Mit anderen Worten: Die Kraftwerks-Turbinen häckseln die Tiere beim Vorbeischwimmen einfach klein.

Dabei sind Aale gerade jetzt besonders gefährdet: Sie ziehen gerade aus den Süßwasserflüssen Richtung Meer – ein Naturspektakel, das für viele der Tiere zur tödlichen Reise wird. Aale gelten ohnehin bereits als stark bedrohte Art.

Der Rheinische Fischereiverband hat bereits erste tote Tiere eingesammelt und schickt sie zur wissenschaftlichen Untersuchung. Doch Kölnerinnen und Kölner müssen sich gedulden: Mit Ergebnissen rechnen die Fachleute erst in einigen Monaten.

Im EU-Projekt „Der Rhein verbindet“ werden die Ursachen für solche Schäden an Aalen derzeit genauer erforscht. (mt)

„Meet & Eat“ auf dem Rudolfplatz in Köln wird am 26. März zum letzten Mal stattfinden.

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