„Würde es nicht machen“ Darum ist Mario Basler gegen Thomas Müllers DFB-Comeback

Hamburg/Frankfurt – Kurz vor der Berufung des Kaders für die Fußball-Europameisterschaft am Mittwoch (19. Mai, 12.30 Uhr) durch Bundestrainer Joachim Löw (61) hat Ex-Nationalspieler Mario Basler (52) seine Zweifel an der Notwendigkeit eines DFB-Comebacks von Weltmeister Thomas Müller (31) geäußert.

  • EM 2021: Mario Basler sieht Rückkehr von Thomas Müller kritisch
  • Basler hätte Joachim Löw von Müller-Rückkehr abgeraten
  • Deutsche Mannschaft laut Basler mit „guter Mischung“

„Ich weiß nicht, ob es der richtige Schritt oder das richtige Zeichen ist für die jungen Spieler, wenn ich einen Spieler zurückhole, den ich die letzten Jahre nicht dabei hatte“, sagte der Europameister von 1996 am Mittwoch.

Mario Basler hält Comeback von Thomas Müller beim DFB für schwierig

Müller soll, ebenso wie Innenverteidiger Mats Hummels (32), nach über zwei Jahren Pause im Nationalteam für die EM wieder im Kader von Joachim Löw stehen. Sein 100. und bislang letztes Länderspiel hatte der 31 Jahre alte Bayern-Stürmer im November 2018 in der Nations League gegen die Niederlande (2:2) bestritten.

Vier Monate später gab Löw bekannt, auf Müller, Hummels und Jerome Boateng (32) zu verzichten. Vor allem Müllers Rückkehr wurde stets diskutiert und gefordert.

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Mario Basler, hier am 14. Mai bei einem Werbedreh in Hamburg, sieht das DFB-Comeback von Thomas Müller zur EM kritisch.

Die erneute Berufung hält Basler für keine gute Idee: „Schwierig, ich – wenn ich ehrlich bin – würde es nicht machen.“

Mario Basler lobt Kader der DFB-Auswahl für die EM – auch ohne Thomas Müller

Ex-Weltmeister Müller habe eine „tolle Saison“ gespielt und könne der Nationalmannschaft sicher helfen, räumte Basler ein. Dennoch: „Wenn ich einen von den dreien mitnehme, muss ich ja einem anderen Spieler den Platz wegnehmen, der vielleicht die letzten Jahre dabei war, der sich auch große Hoffnungen gemacht hat“, sagte Ex-Profi.

„Wir haben gute Nachwuchsspieler, wir haben gute junge Spieler. Wir haben auch eine gute Mischung in der Mannschaft“, ist sich Basler sicher.

Er würde mit „den Jungs, die in den letzten Jahren in der Nationalmannschaft gespielt haben, plus dem ein oder anderen, der sich in den letzten Monaten gut entwickelt hat“ spielen. „Ich glaube, dass wir trotz allem auch ohne Müller, ohne Hummels und ohne Boateng eine gute Nationalmannschaft hätten.“ Das DFB-Team ist laut Basler aber nicht der große EM-Titelfavorit. Die Rolle sehe er bei „den Franzosen, den Spaniern und den Belgiern“. (dpa)

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