Tour-Drama Roglic versagt am letzten Berg, 21-Jähriger Bubi schnappt Gesamtsieg weg

Roglic fertig

Primoz Roglic hat die Tour verloren. Nach dem Zeitfahren auf der 20. Etappe darf er das Gelbe Trikot nicht mehr nach Paris tragen. Tadej Pogacar übernahm die Gesamtführung.

Ronchamp – Paukenschlag bei der Tour de France auf der vorletzten Etappe. Beim Bergzeitfahren über 36,2 Kilometer versagte der bisherige Gesamtführende Primoz Roglic (30) auf den letzten sechs Kilometern am letzten Berg der Tour de France und verlor mächtig Zeit auf seinen slowenischen Landsmann Tadej Pogacar (21, Team UEA).

Tour de France: Tadej Pogacar hat 59 Sekunden Vorsprung

Pogacar hat nun vor der letzten Etappe nach Paris am Sonntag 59 Sekunden Vorsprung und wird die Tour gewinnen, da am letzten Tag traditionell nicht mehr attackiert wird.

Pogacar

Tadej Pogacar raste beim Bergzeitfahren am vorletzten Tag der Tour de France ins Gelbe Trikot des Führenden.

Vor dem Zeitfahren hatte Roglic, dessen Team vor einigen Tagen noch Ärger mit den Kontrolleuren hatte, die nach einem Motor in seinem Rad suchten, noch 57 Sekunden Vorsprung.

Roglic (1)

Tour de France: Primoz Roglic verlor das Gelbe Trikot auf der 20. Etappe.

Der Kapitän vom Team Jumbo Visma galt vor dem Bergzeitfahren am Samstag in den Vogesen als sicherer Gesamtsieger. Zu souverän fuhr er in den letzten Tagen durch Pyrenäen und Alpen. Doch am letzten Berg der Tour ging nichts mehr. Zum Abschluss des Bergzeitfahrens ging es sechs Kilometer hinauf nach La Planche des Belles Filles. Roglic war völlig am Ende, sein Helm hing auf halb acht. Im Ziel hatte er dann 1:56 Minuten auf Pogacar verloren, wurde nur Fünfter.

In der Gesamtwertung liegt Roglic nun mit 59 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Ein Finale, das die Tour selten erlebt hat!

Tour de France: Tadej Pogacar jüngster Sieger seit 116 Jahren

Pogacar wird als jüngster Champion seit 116 Jahren in die Geschichte eingehen. Er jubelte im Ziel: „Ich kann es nicht glauben. Ich habe nichts mehr mitbekommen, so laut waren die Fans. Ich habe einfach Vollgas von Anfang bis Ende gegeben. Mein Traum war eigentlich, mitzufahren, jetzt stehe ich hier. Unglaublich. Ich weiß nicht, wann ich das kapieren werde.“

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