Tour-Drama Profi auf Intensivstation nach Bienenstich: „Ihm ging es sehr schlecht“

PöstlbergerTour

Lukas Pöstlberger (Team Bora-hansgrohe), hier bei der 18. Etappe der Tour de France 2020, wurde von einer Biene in den Mund gestochen und landete auf der Intensivstation.

Champagnole – Es ist der Horror für jeden Rennradfahrer: umherfliegende Insekten, die im Mund oder Auge landen und dann zustechen. Bei der Tour de France ist es nun zu dramatischen Szenen gekommen.

Und ein Österreicher hat mächtig Glück gehabt, dass er nicht erstickt ist! Radprofi Lukas Pöstlberger (28) vom deutschen Bora-hansgrohe-Team hat nach einem Bienenstich bei der 107. Tour de France einen anaphylaktischen Schock erlitten und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Tour de France: Lukas Pöstlberger wird von Bienenstich gestoppt

Sein Teammanager Ralpph Denk (46) schildert die dramatischen Szenen im Podcast von ovb-online: „Gleich am Anfang der Etappe hat ihn eine Biene in den Mund gestochen. Und dann hat es eine Schwellung gegeben, so dass er keine Luft mehr bekommen hat. Unser Sportlicher Leiter Enrico Poitschke war vor Ort. Das waren bange Minuten bis der Arzt da war. Es ging ihm sehr schlecht.“

Pöstlberger

Lukas Pöstlberger (Team Bora-hansgrohe) wird auf der 19. Etappe der Tour de France von Ersthelfern nach einem Bienenstich in den Mund versorgt.

Ersthelfer legten den Profi am Streckenrand auf den Boden und rissen sein Trikot auf, um eine optimale Frischluftzufuhr zu gewährleisten.

Weil Pöstlberger allergisch reagierte, musste er wenig später auf die Intensivstation gebracht werden.

Nun gibt es zum Glück die Entwarnung! Inzwischen geht es Pöstlberger wieder besser. Die Rundfahrt ist für den Österreicher trotzdem nach der 19. Etappe am Freitag beendet. Pöstlberger ist neben seinem Landsmann Gregor Mühlberger (26) der zweite Bora-Profi, der die Rundfahrt vorzeitig beenden muss.

Er meldete sich aus dem Krankenhaus: „So wollte ich die Tour im verrückten Jahr 2020 nicht beenden. Tut mir leid, das ich das Team verlassen muss und die Kollegen auf den letzten Metern bis Paris nicht unterstützen kann. Ich wurde von einem Insekt in den Mund gestochen, ich glaube, es war eine Biene oder ein verwandtes Tier. Das hat bei mir einen anaphylaktischen Schock verursacht und mich auf die Intensivstation gebracht. Ich bin in guter Pflege.“

Pöstlberger hofft, dass er die Klinik am Samstag wieder verlassen kann und bedankt sich bei allen Fans und Freunden für die Genesungswünsche.

Sein Boss Denk hat Mitleid: „Das ist schon bitter für so einen jungen Sportler, wenn man so ausscheidet, mit einem Missgeschick, wo man nichts dafür kann.“

Zuvor musste auch Andre Greipel aus Hürth (Team Israel) die Tour aufgeben. Er war nach einem Sturz und einer Grippe völlig geschwächt. (ubo/dpa)

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