Zwei Jahre nach Zusammenbruch Gefallener Rad-Star – Jan Ullrich meldet sich zurück

Jan Ullrich

Jan Ullrich, hier auf einem Foto im Juni 2016 bei der Pressekonferenz zum Klassiker Rund um Köln im Sport & Olympiamuseum im Köln.

Köln/Freiburg – Es war still geworden um Jan Ullrich (46). Deutschlands einziger Tour-de-France Sieger (1997 fürs Team Telekom) hatte zuletzt am 21. März 2018 ein Foto auf seinem Instagram-Kanal gepostet.

Das Foto, geschossen vom Pulheimer Radsport-Fotografen Hennes Roth, zeigte ihn bei den deutschen Crossmeisterschaften 1991 als Jugendfahrer. Ullrich schrieb dazu stolz: „Trotz super schwerem Crossrad und Turnschuhen konnte ich den 3. Platz belegen."

Jan Ullrich: 2018 schwierigste Phase in seinem Leben

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Nach diesem Post glitt Ullrich ab in die wohl schwierigste Phase seines Lebens. Nach der Trennung von seiner Frau Sara, die von der gemeinsam auf Mallorca bezogenen Finca mit den Kindern zurück nach Deutschland ging, stürzte Ullrich regelrecht ab.

Alkohol-Exzesse, Mallorca-Partys im Drogenrausch, Gewalt. Der gefallene Radstar, der 2006 kurz vor der Tour wegen Dopings von seinem Team suspendiert worden war, sorgte für reichlich Negativ-Schlagzeilen.

Jan Ullrich geht es wieder besser

Mittlerweile soll es ihm wieder besser gehen. Sein Anwalt teilte im Sommer mit, dass es ihm gut gehe, er wieder mit Freunden auf dem Rad trainiere.

Nach einer Knie-OP fährt Ullrich wieder Rennrad oder Mountainbike im Schwarzwald. Auch sehr bald würde es wieder Interviews mit ihm geben.

Das könnte nun näher rücken, denn Ullrich meldet sich zurück in der Öffentlichkeit. Auf seinem Instagram-Kanal postete er nun einige Fotos von der Tour de France 2003.

Jan Ullrich fährt wieder Rad – Familie gibt ihm Kraft

Ullrich lebt mittlerweile wieder in der Nähe von Freiburg, dort soll er Kontakt mit seiner 17-jährigen Tocher aus der ersten Beziehung mit Gaby und den drei Söhnen aus der zweiten Beziehung mit Sara haben. Die Familie gibt ihm Kraft. Ullrich soll nicht mehr trinken und keine Drogen mehr nehmen.

Zudem hat er Freunde, die mit ihm Rad fahren.

Zuletzt hatte Rudy Pevenage (66), sein ehemaliger Mentor, gesagt, dass Ullrich eine zweite Chance verdient hätte: „Er ist ein Star, war Weltmeister und Olympiasieger. Er hat nichts Schlimmes getan.“ Pevenage riet Ullrich auch, zurück in die Öffentlichkeit zu gehen. Er würde ihm dabei helfen.

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