Wiederholter Fehltritt Ex-Nationaltorwart trauert um Ikone der politisch Rechten

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Thomas Greiss, im Januar 2020 noch im Trikot der New York Islanders, steht jetzt im Tor der Detroit Red Wings.

Köln – Der ehemalige deutsche Eishockey-Nationaltorhüter Thomas Greiss (35) macht nicht das erste Mal Schlagzeilen, weil er sich in sozialen Medien fragwürdig äußert. Am Donnerstag (18. Februar) hat der NHL-Goalie der Detroit Red Wings sich erneut mit einem Post ins Abseits gestellt.

  • NHL-Goalie Thomas Greiss sorgt für Schlagzeilen
  • Der ehemalige deutsche Nationaltorwart trauerte um den Rechten Moderator Rush Limbaugh
  • Es ist nicht der erste Fehltritt des Eishockey-Torwarts

Greiss postete auf Instagram ein Bild mit Beileidsbekundungen für den am Mittwoch verstorbenen Radiomoderator Rush Limbaugh (†70). Was eigentlich eine gute Geste sein sollte, wird mit Blick auf das Wirken des äußerst kontroversen Moderators schnell zu einer fragwürdigen Geste. Denn der mit seiner Radioshow „Rush Limbaugh Show“ einflussreiche Meinungsmacher gilt als Ikone der politischen Rechten in den USA.

Rush Limbaugh galt als Wegbereiter Donald Trumps

Immer wieder verbreitete Limbaugh Verschwörungstheorien und galt deshalb bei politischen Gegnern als Hetzer. So behauptete er etwa, dass Barack Obama nicht in den USA geboren und daher kein legitimer Präsident gewesen sei.

Außerdem galt der am Mittwoch an Lungenkrebs verstorbene Moderator als ein Wegbereiter Donald Trumps, der ihn 2020 noch mit der „Presidental Medal of Freedom“, einer der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der Vereinigten Staaten von Amerika, ehrte.

Mit seinem Post rief Thomas Greiss Anhänger beider politischer Lager in den USA auf den Plan, die unter dem Bild kommentierten. Ein User schrieb beispielsweise enttäuscht: „Thomas, ich dachte du wärst besser als das.“ Ein anderer schrieb: „Thomas ist von diesem Blödsinn nicht verblendet. Guter Mann.“

Thomas Greiss sorgte während der WM 2017 für Aufstehen

Schon während der Eishockey-Weltmeisterschaft 2017 sorgte Greiss für Wirbel. In Bayern geboren und seit Langem wohnhaft in Amerika unterstützt Greiss den abgewählten US-Präsidenten Trump.

Damals war öffentlich geworden, dass der Torhüter im Zuge des Wahlkampfs um die Präsidentschaft 2016 auf Instagram indiskutable Beiträge mit einem Like markierte. So „gefiel“ ihm unter anderem ein Bild Adolf Hitlers, in dem dieser mit Hillary Clinton verglichen wurde. „Nie verhaftet, nie verurteilt. Genauso unschuldig wie Hillary“, hieß es bei dem Post.

Die Enthüllungen wurden zu einem Politikum. DOSB-Präsident Alfons Hörmann erwog sogar einen Ausschluss für die Olympischen Spiele 2018. Auch sein damaliger Klub, die New York Islanders, distanzierte sich von seinem Goalie. Greiss sprach von einem „Fehler“, doch sein neuer Post lässt die Wellen wieder höher schlagen.

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